Parashat Shmot   פָּרָשַׁת-שְׁמוֹת

 

Parashat „Shmot/Namen“ ist der erste Parasha/Abschnitt von Buch Mose 2. Die Parasha beginnt mit 2. Mose, Kapitel 1, Vers 1 und endet im Kapitel 6, Vers 1. Der Name der Parasha stammt aus dem ersten Vers und Wort:
„Dies sind die Namen der Söhne Israels, die mit Jakob nach Ägypten kamen; ein jeder kam mit seinem Hause: 2 Ruben, Simeon, Levi, Juda, 3 Issachar, Sebulon, Benjamin, 4 Dan, Naftali, Gad, Asser. 5 Und alle zusammen, die von Jakob abstammen, waren siebzig an der Zahl. Josef aber war schon vorher in Ägypten.“

 

Parashat Shemot ist die erste Tora Leseabschnitt im 2. Buch Mose. Es schlägt ein neues Kapitel in der Geschichte des jüdischen Volkes auf, in welcher die Geschichte einer einzelnen Familie sich zur Geschichte des Volkes Israel bewegt.

Die Geschichte erzählt vom Beginn der Knechtschaft Israels in Ägypten und von Moshes ersten Lebensjahren und seiner Wahl zur Führung des Volkes Israel. Der Mann, welcher der Anführer des Volkes wurde, sie aus Ägypten auszog, sowie ihnen die Tora gab.

Jakob, Joseph und seine Brüder starben und der neue Ägyptische Pharao, beschloss, das Volk Israel zu versklaven und zu foltern, aus Angst, dass sie eine militärische Kraft werden und gegen ihn rebellieren würden.

 

Israels Bedrückung in Ägypten

Als Jakob mit seiner Familie nach Ägypten ging, zählte die Delegation siebzig Leute. Nun, nach dem Tod Jakobs und Josephs vermehrten sich die Israeliten im Land Gosen und erfüllten das ganze Land.

Ein neuer Herrscher, der Joseph nicht kannte, stieg in Ägypten auf den Thron. Er befürchtet, dass die Hebräer zu ihren Feinden schlagen und gegen sie kämpfen könnten und deshalb erlegte er ihnen schwere Arbeit auf wie bauen der Städten Pitom und Ramses als Vorratsstädte, aber „je mehr sie das Volk bedrückten, desto stärker vermehrte es sich und breitete sich aus".

 

Das erste Unterdrückung in einer Reihe von widerholten Ereignissen, welche das jüdische Volk im Laufe der Geschichte im Exil miterlebt hatten.

Zunächst lädt ein freundlicher Herrscher, der sein Land entwickeln will, das israelische Volk ein, mit ihm zusammenzuleben und die Wirtschaft des Landes zu entwickeln. Sobald das jüdische Volk die Wirtschaft und den Staat aufgebaut hat, bekommt der Herrscher Angst um seinen Platz und die Adligen um ihn beneiden die jüdischen Fähigkeiten und beanspruchen ihre Schlüsselposition für sich. So beginnen sie die Juden zu verfolgen und es kommt zu Pogromen bis zu vollständigen Deportationen.

 

In Ägypten sagen Astrologen dem Pharao voraus, dass ein Hebräers Kind geboren wird, um die Israeliten zu retten. Der Pharao beeilt sich starke Schritte zu unternehmen: Er ruft die Hebammen (Shifra und Paah) auf und befiehlt ihnen, die männlichen jüdische Geboren Babys zu töten. Die Hebammen schauen zu Gott und gehorchen ihm nicht und auf die Frage des Pharao, warum sie seiner Anweisung nicht folgen, antworten sie: Die hebräischen Frauen gebären ihre Kinder selbständig und brauchen ihre Unterstützung nicht.

 

Erneut kommen die Astrologen zum Pharao und berichten ihm, dass der Erlöser Israels bereits geboren ist, aber sie können nicht erkennen, ob er Hebräer oder Ägypter ist. Als Antwort befiehlt der Pharao seinem Volk, Alle/jeden in Ägypten geborenen männlichen Sohn - einschliesslich der ägyptisch geborene Söhne- in den Nil zu werfen

 

Moses Geburt und wunderbare Errettung

Amram und Jocheved des Hauses/Stammes Levi haben ein weiteres Kind geboren. Aus Angst verbergen sie ihn drei Monate. Nach drei Monaten Als seine Mutter Jocheved ihn nicht länger verbergen konnte, nahm sie ein Kästlein von Rohr für ihn und verklebte es mit Erdharz und Pech und legte das Kind hinein und setzte das Kästlein in das Schilf am Ufer des Nils. Miriam seiner Schwester bleibt am Rand und beobachtete was mit ihrem kleinen Bruder geschehen wird.

Ironie des Schicksals wollte der Pharao jeden töten, welcher das Hebräer Volk retten wird und zog ihn schliesslich als eigenen Enkelsohn in seinem Palast auf.
Pharaos Tochter kommt an der Stelle in dem Nil zu baden und entdeckt das Kästchen. Als sie es öffnet und ein Baby darin sieht meint sie "Es ist eins von den hebräischen Kindlein!" Miriam geht zu ihr und bietet ihr an eine stillende hebräische Frau, um das Kind zu stillen, zu rufen. Als die Tochter des Pharao dem Vorschlag zustimmt, ruft Miriam ihre Mutter, welche das Kind stillt und bei sich zu Hause aufzieht. Als das Kind gewachsen ist, brachte sie es der Tochter des Pharao und es wurde ihr Sohn und sie nannte ihn "Moshe" nach dem Namen "Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen."

 

Moses Flucht nach Midian

Im Erwachsenenalter geht Mose aus dem Palast, um seine leidenden Brüder zu sehen. Er sieht wie ein Ägypter einen seiner hebräischen Brüder schlug, er schaut umher und sieht das ihn niemanden hinsieht, er tötet den Ägypter und vergräbt seinen Körper im Sand.

Am nächsten Tag trifft er zwei hebräische Männer, die miteinander streiten und als er sie verweist widersetzen sie sich ihm: „Wer hat dich zum Aufseher oder Richter über uns gesetzt? Willst du mich auch umbringen, wie du den Ägypter umgebracht hast?“. Da sein Mord bekannt geworden ist und deswegen ihn Pharao zum Tode verurteilt hat, flieht Moses um sein Leben.

In Midian kommt er an einen Brunnen an, wo die einheimischen Töchter der Reguël (Jitro) Priester von Midian kommen, um Wasser für die Schafe ihres Vaters zu schöpfen. Moses beobachtet wie andere männliche Hirten sie vertreiben, er kämpft gegen sie und hilft sogar den Töchtern ihre Herde zu tränken.

Jethro ist beeindruckt von seinen edlen Taten und lädt ihn ein, in seinem Haus Brot zu essen. Er gibt ihm auch seine Tochter Zephora zur Frau. Das junge Paar gebar einen Sohn und Moshe gab ihm den Namen "Gershom", weil "ich bin (Ger) ein Fremdling geworden im fremden Lande."

 

Moses Berufung

Die Offenbarung in der feurigen Flamme aus dem Dornbusch

Nach einer lange Zeit ist der König von Ägypten gestorben und die Israeliten seufzen wegen ihrer harten Arbeit. Ihr Schreien stieg auf zu Gott und er beschliesst seiner Verheissung zu Abraham Isak und Jakob zu lösen und sein Volk zu retten.

Moses hütet die Herde seines Schwiegervaters Jitro und führt eines Tages die Herde am Fusse des Berges Horeb (Sinai). Dort bemerkt er eine wunderbare Erscheinung: Der Busch brennt mit Feuer, aber das Feuer frisst es nicht. Er möchte näher kommen, um das faszinierende Schauspiel zu sehen, aber dann ruft Gott ihn aus dem Feuer und befiehlt ihm, seine Schuhe auszuziehen, "denn der Ort, worauf du stehst, heiliges Land ist".

G-tt sagt ihm, dass er das Elend und Schreie gehört hat und ihn Moshe ausgewählt hat, um Israel zu retten. Mose weigert sich und bringt mehrere Argumente warum soll Gott jemand anderen für diese Mission auswählen sollte:

"Wer bin ich schon, dass ich zum Pharao gehe und die Kinder Israel aus Ägypten herausbringe?"
Ergebnislos versucht G-tt ihn zu beruhigen und verspricht bei ihm zu sein. Er gibt ihm sogar ein Zeichen: „Wenn sie Ägypten verlassen, werden sie sie Gott auf dem Berg Sinai verehren.“

Schliesslich befiehlt ihm Gott nach Ägypten zurückzukehren, alle Ältesten Israels zu sammeln und ihnen von der göttlichen Offenbarung zu erzählen und dass ihre Rettung unmittelbar bevorsteht. Dann wird er zusammen mit den Ältesten Israels zum Pharao gehen und ihn bitten, drei Tage in die Wüste zu gehen um ihren Gott anzubeten. Gott fährt fort „ICH weiss, dass er das Volk nicht gehen lassen wird; Am Ende werde ICH Ägypten besiegen und die Israeliten kommen mit grossem Eigentum heraus.

 

Die Zeichen

Moses ist seiner Fähigkeiten sehr beunruhigt, die schicksalhafte Mission zu übernehmen. "Was würde ich tun, wenn sie daran zweifeln würden, dass Gott mir offenbart wurde und wenn sie mir nicht glauben und auf mich nicht hören werden, sondern behaupten: „Der HERR ist dir nicht erschienen.“
 

G'tt gibt Mose drei Zeichen mit denen er Kinder Israels und den Pharao überzeugen kann:

  1. Als Mose sein Stab auf den Boden wirft, wird der Stab zu einer Schlange, und wenn er den Schwanz der Schlange einfängt, dreht er sich wieder zum Stab um.
     
  2. Als Mose seine Hand in seinen Schoss legt wird sie aussätzig und sobald Moshe sie zurück in seinen Schoss legt, kehrt sie in ihren normalen Zustand zurück.
     
  3. Im dritten nimmt er Wasser aus dem Nil an Land und es verwandelt sich in Blut.

Die Bedenken von Moses sind jedoch noch nicht geklärt worden. "Ich stottere und wie kann ich mich dem Pharao nähern?"
Gott fragt ihn als Antwort „Wer hat dem Menschen den Mund geschaffen? Oder wer hat den Stummen oder Tauben oder Sehenden oder Blinden gemacht? Habe ich's nicht getan, der HERR? 12 Nun aber geh hin: Ich will mit deinem Munde sein und dich lehren, was du sagen sollst. ".

Als Mose Gott bittet, er soll jemand andern für die Mission nehmen, wird Gott ungeduldig unג weist ihn: Gehe schon, dein Bruder Aaron wird dir entgegen kommen und wird dir helfen mit dem Pharao zu sprechen.

 

Moses Rückkehr nach Ägypten

"Ich möchte zu meinem Bruder nach Ägypten zurückkehren", sagt Moses zu seinem Schwiegervater Jitro, der ihm den Segen auf seinen Weg gibt.

G'tt wird ihm auch offenbart und sagt ihm, dass die Menschen, die ihn töten wollten, bereits gestorben sind und dass er keine Angst haben sollte, zurückzukehren. Mit seiner Frau und seinen Söhnen auf dem Esel und mit dem Gottes Stab in der Hand macht er sich auf den Weg.

Unterwegs versucht Gottes Engel ihn zu töten, weil er seinen Sohn nicht beschnitten hat, aber Zippora beeilt sich sie nahm einen scharfen Stein und beschnitt ihrem Sohn die Vorhaut um das Leben ihres Mannes zu retten.

In der Zwischenzeit wird Gott Aaron, Moses 'Bruder in Ägypten offenbart und bittet ihn, in die Wüste hinauszugehen und seinen Bruder zu treffen. Moses beruft das Volk ein, zeigt ihnen die Zeichen und das Volk glaubt an die göttliche Mission und dass ihre Rettung unmittelbar bevorsteht. Als Zeichen der Dankbarkeit verbeugen sie sich.

Noch härtere Bedrückung Israels

Zusammen mit den Ältesten von Israel und Aaron trat Mose an den Pharao heran und übergab ihm die göttliche Mission: "So spricht der HERR, der Gott Israels: Lass mein Volk ziehen, dass es mir ein Fest halte in der Wüste." Sie bitten ihn drei Tage lang auszugehen und Gott anzubeten.

Der Pharao antwortete: "Wer ist der HERR, dass ich ihm gehorchen müsse und Israel ziehen lasse? Ich weiß nichts von dem HERRN, will auch Israel nicht ziehen lassen!" Er geht davon aus, dass die Forderung, in die Wüste hinauszugehen, von Faulheit berührte, und beschliesst daher, dass die Israeliten dem Stroh für die Ziegel selbst sammeln und machen müssen, anstatt wie zuvor von den Ägyptern erhalten wurden.

 

Bis wann?

Die israelischen Polizeibeamten die für die Bereitstellung der erforderlichen Arbeitsquote verantwortlich sind schelten/zurechtweisen Moshe, wegen dem verschlechtern der Situation.

Mose beklagt sich bei Gott: „Herr, warum tust du so übel an diesem Volk? Warum hast du mich hergesandt?“ Meine Mission zum Pharao war erfolglos und verschlechterte sogar den Zustand meines Bruders!

G'tt antwortet ihm: Sie werden auch sehen, dass der Pharao mit einer starken Hand die Israeliten aus seinem Land vertreibt.

Die Fortsetzung der Worte des Schöpfers der Welt an Moshe unser Rabbiner erscheint in der nächsten Wöchentlichen Parasha/Abschnitt.

 

 

Zur Führung geboren worden

Das Buch Genesis endet mit einer Beschreibung der Bindung und Verwurzelung der Söhne Jakobs im Land Ägypten. Das 2. Buch Mose erzählt über den ersten sesshaften im Land Goshen am Nil entwickelt hat. Dies ist die Geschichte einer Umwälzung, als Joseph aus dem Gefängnisabgrund Pharaos zweiter wurde und auch das Volk Israel von der Herrlichkeit und dem Höhepunkt seiner Regierungszeit in den Abgrund des Pharaos Knechtschaft fiel, "der von Josef nichts wusste" (2. Mose 1,8).

Schwer waren die Qualen Ägyptens. Es war das erste Exil in einer Reihe von Exils des Volkes Israel. Hart und schrecklich war die Folter:
"Da zwangen die Ägypter die Israeliten mit Gewalt zum Dienst  und machten ihnen ihr Leben sauer mit schwerer Arbeit in Ton und Ziegeln und mit mancherlei Frondienst auf dem Felde, mit all ihrer Arbeit, die sie ihnen mit Gewalt auferlegten."

 

Die Erklärer beschreiben auch die Schrecken dieser Zeit. In der Tat teilen bei der Lektüre der Qual Israels in Ägypten die Betrachtung von Kommentatoren aller Generationen, welche die heiklen Fragen diskutieren: Warum Qual? Warum ins Exil? Warum ist das Exil so schwierig und so grausam? Warum so und nicht anders?

 

Sie erklären, dass diese Qualen im Nachhinein etwas mit dem Charakter der wachsenden Nation zu tun hatte. Zumindest für ein Bildungsergebnis könnte man sagen, dass dies ohne sie nicht möglich gewesen wäre. Rückblickend war die Qual nicht umsonst.

Ziel ist es, die richtige Einstellung gegenüber der schwachen Minderheit im Unternehmen zu ermitteln. Diese Gruppen sind normalerweise wehrlos. Sie unterliegen in den meisten Fällen dem "Gesetz". Die starke Mehrheit in allen Ländern der Welt. In jenen Tagen waren seine Ohren zum Schrei der schwachen Minderheit versiegelt. Es scheint einfach keinen Sinn zu machen, dass eine Minderheit Rechte hat. Dies war nicht nur in den Tagen des Exodus der Fall, sondern auch Tausende von Jahre später. Selbst im schönen, aufgeklärten und philosophischen Griechenland war es nicht selbstverständlich. Ein Sklave hatte auch nicht den Status einer Person. Ganz zu schweigen von Rom, trotz seiner beeindruckenden Gesetze.

 

Bei der Bildung des gegenwärtigen Allgemeinwissen der Welt, setzte die Tora die Qual Ägyptens als eine obligatorische Erinnerung fest, um sich bei einem Sklaven und einem Fremden richtig zu verhalten. Die gemeinsame Erfahrung des schwierigen Exils dient somit als Kulisse für die Schaffung einer besseren sozialen Situation.

Hier einige Beispiele:

  • 2. Mose 22:20 „Einen Fremdling sollst du nicht bedrücken und bedrängen; denn ihr seid auch Fremdlinge in Ägyptenland gewesen.“
     
  • 2. Mose 23: 9 „Einen Fremdling sollst du nicht bedrängen; denn ihr wisst um der Fremdlinge Herz, weil ihr auch Fremdlinge in Ägyptenland gewesen seid.“

Beispiel für Freude am Feiertage:

  • 5 Mose 16:11-12 „Und sollst fröhlich sein vor dem HERRN, deinem Gott, du und dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd und der Levit, der in deiner Stadt lebt, der Fremdling, die Waise und die Witwe, die in deiner Mitte sind, an der Stätte, die der HERR, dein Gott, erwählen wird, dass sein Name da wohne. 12 Denke daran, dass du Knecht in Ägypten gewesen bist, und beachte und halte diese Gebote. „
     

Beispiel für Ruhetag für alle:

  • 5. Mose 5:14-15   „Aber am siebenten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Rind, dein Esel, all dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt, auf dass dein Knecht und deine Magd ruhen gleichwie du. 15 Denn du sollst daran denken, dass auch du Knecht in Ägyptenland warst und der HERR, dein Gott, dich von dort herausgeführt hat mit mächtiger Hand und ausgerecktem Arm. Darum hat dir der HERR, dein Gott, geboten, dass du den Sabbattag halten sollst.“
     

Sowie die Verpflichtung, einen freigelassenen Sklaven zu gewähren (zu entschädigen)

  • 5. Mose 15:14-15    „ sondern du sollst ihm aufladen von deinen Schafen, von deiner Tenne, von deiner Kelter, sodass du ihm gibst von dem, womit dich der HERR, dein Gott, gesegnet hat, 15 und sollst daran denken, dass du auch Knecht warst in Ägyptenland und der HERR, dein Gott, dich erlöst hat; darum gebiete ich dir solches heute.“

 

Die Thora-Forderung leitet sich daher nicht aus humanen Gründen ab wie: "Alle Menschen sind gleich"; Grundrechte des Einzelnen und dergleichen. Diese waren in der damaligen kulturellen Atmosphäre nicht überzeugend, aber das nationale Gedächtnis unseres Leidens ("denn ihr wisst um der Fremdlinge Herz ") könnte uns helfen, die Schwachen rücksichtsvoller zu behandeln, wenn wir im Gelobten Land an die Macht kommen.

 

Moshe ist eine der wenigen Personen in der Bibel, deren Geburtsgeschichte ausführlich beschrieben wird. Die Zeit vom Zeitpunkt seiner Adoption durch die Tochter des Pharao bis zu dem Tag, an dem er den Palast mit seinem Bruder rausgeht wird nicht beschreiben. Das Leben seiner Jugend ist überhaupt nicht abgedeckt. Obwohl wir von verschiedenen Midraschim/Überlieferung Tora und von externen Quellen wissen, waren dies Zeiten voller Heldentum. Er war zum Beispiel ein Militäroffizier im Dienste des Pharao. Der Gouverneur seit vielen Jahren in einem der vom ägyptischen König eroberten Länder

 

Vermutlich hatte Moshe sogar schon vorher von der grossen Sklavenarmee gehört, die für den Pharao gefährliche Städte errichtete. Daher beginnt die Thora erst in dem Moment in ihrer Geschichte aufzuzeichnen, in dem dieses Wissen zum Tragen kommt. Der wichtige und bemerkenswerte Wendepunkt ist der Moment des Hinausgehens zu seinen Brüdern. Um zu betonen, dass der Moment, in dem er "seine Augen und sein Herz ihre Lasten wahrnahm" (Raschi), das war der Moment in dem der jüdische Anführer geboren wurde, dessen wahre Partnerschaft in der öffentlichen Not was sein grundlegendes Kennzeichen ist.

 

Nach diesem Schlüsselsatz gibt uns die Tora noch drei Anekdoten als Hinweis warum die Mission der Erlösung tatsächlich auf ihn gefallen war. Warum ist er der ausgewählte Anführer.

 

Die Achse der drei Kurzgeschichten ist Moshes Eingriff in drei verschiedenen Konflikte.
Im ersten Fall erschlug Moses den ägyptische Aufseher der einen hebräischen Sklaven schlug. Im zweiten versucht er zwischen zwei Hebräer, die Miteinander gezankt haben, Frieden zu stiften und den er im Unrecht war zurechtzuweisen. Und in der dritten Geschichte rettet er schwache, entfremdete Frauen vor ihren ebenfalls entfremdeten Hirtenmännern, welche sie vertreiben wollten.

 

In allen Fällen ist ein furchtloser Mann, der für den Justizwächter einsetzt, bemerkbar, unabhängig davon, was mit seinem persönlichen Schicksal geschehen wird. Eine weitere Charakterisierung von Moshes Persönlichkeit ist seine Weigerung, seine eigene Mission zu erfüllen. Das alles zeigt ein ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit, ein tiefer Rückstoss aus dem Schaden für das Eigentum anderer, endloses Erbarmen mit Andern Leute und Demut – Die Fähigkeiten, die erforderlich sind, um den idealen Anführer zu erschaffen.

 

Diese Charakterlinie verewigte die Thora in ihren offenkundigen Worten, erklärte den Grund für ihre Wahl Moses als Erlöser und Geber der Thora.

 

Sabbat shalom umvorach!

Gesengter Sabbat Freiden und Lieben über alle!

 

LERNEN, WAS DAS LEBEN MICH LEHREN WILL/Rabbiner Nachman

Lieber Gott,
gib, dass mein Herz
die tiefe Weisheit
begreift,
mit der DU die Welt
erschaffen hast.

Hilf mir zu verstehen,
dass die Schwierigkeiten im Leben
in Wirklichkeit Chancen sind,
dass jedes Ende im Leben
zugleich ein Anfang ist,
dass die Enttäuschungen im Leben
die besten Lehrer sind.
AMEN!

 

 

 

Haben Sie es genossen, schicken Sie die Parasha dieser Woche an Ihre Freunde und Bekannten weiter.

Tamara Güller

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