2 Parashat Zav    פָּרָשַׁת-צַו

Parashat „Tzav/Gebiete“ ist der zweite Parasha/Abschnitt von 3. Buch Mose. Die Parasha beginnt mit 3. Mose, Kapitel 6, Vers 1 und endet im Kapitel 8, Vers 36.

Der Name der Parasha stammt aus dem ersten Vers und Wort: „1 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 2 Gebiete Aaron und seinen Söhnen und sprich: Dies ist das Gesetz über das Brandopfer.

 

Die erste Hälfte der Parasha/Abschnitt befasst sich mit weiteren Details der Opfergaben-Gebote/Gesetze vom letzten Abschnitt. Am Ende der Parasha wird die Arbeit in der Stiftshütte in den sieben Tagen der „Jeme/Tage-Miluim/fühle“ genannt „sieben Fühletage beschrieben.

(Die sieben Fühletage“ sind eine Woche vor der Einweihung des Tabernakels, wo Mose Aaron und seine Söhne zum Priestertum weihte. Diese Tage sind das einzige Mal, wo Mose selbst Priesterarbeit leistete. Sieben Tage lang gab es eine tägliche Zeremonie, bei der Mose seinen Bruder Aaron und seine Söhne wusch, sie in Priestertums Bekleidung kleidete und die Opfergaben brachte. Die Reihenfolge der Einhaltung der sieben Tage wird in Parashat Titzvah ausführlich beschrieben, und die Einhaltung wird immer in dieser Parasha „Tzav“ erneut ausführlich beschrieben und umgesetzt.

 

Die Parasha wird normalerweise vor dem Passahfest am grossen Sabbat gelesen.
Der Grosse Sabbat ist der Sabbat vor Passah. Diesen Samstag fordert der Rabbiner in seiner Gemeinde die Passah Halacha/Gesetze. Dazu es ist üblich an diesem Samstag aus der Haggada- die Auszüge aus Ägypten zu lesen. Dieser Sabbat wurde seit dem Mittleralter als besonderer Sabbat eingeführt.

Dieses Jahr da alle zuhause bleiben müssen, fallen alle Synagoge Aktivitäten aus.

 

 

 

 

Weitere Bestimmungen zur Priesterarbeit in der Stiftshütte

"Gebiete Aaron und seinen Söhnen und sprich: "
G-tt befiehlt Mose und gibt ihm eine Liste mit Anweisungen in Bezug auf die Opfergaben, welche auf dem Altar in der Stiftshütte zu bringen sind.

Viele Opfergabenarten in der Parasha dieser Woche, wurden bereits in der letzten Parasha erwähnt, mit unterschieden zur letzten Woche, wo die Gebote/Gesetze für die Einzelperson, welche das Opfer bringt, festgelegt wurden, ist in dieser Woche der Schwerpunkt auf den Geboten für Aaron und seine Söhne, welche die Opfergabe umsetzen.

 

Das ewige Feuer

Das Feuer soll ständig auf dem Altar brennen und nie erlöschen. Am Morgen muss die auf dem Altar angesammelte Asche aus dem Brandopfer auf die Seite des Altars gelegt werden. Dann wird das "ewige Opfer" als aufsteigendes Opfer betrachtet und erst danach kann weiter geopfert werden. Wenn sich eine grosse Menge Asche angesammelt hat, zieht sich der Priester um und holt die Asche aus dem Lager hinaus. Heute symbolisiert das ewige Feuer, das ständige innere Feuer, das in jedem unserer Herzen brennen sollte.

Weitere Bestimmungen für Brand-, Speis- und Sündopfer

Das Brandopfer: Wie in der der letzten Woche erwähnt, wurde das Brandopfer vollständig auf dem Altar verbrannt. Die Haut des Tieres wird jedoch abgezogen und den Priestern gegeben.

Das Speiseopfer; welche die Israeliten gebracht habe, soll der Priester eine Handvoll mit Weihrauch auf dem Altar opfern, und den Rest, bevor es gesäuert wird, in der Stiftshütte essen

Priesteliche Opfergabe - Welche die Priester am ersten Tag ihrer Arbeit im Tabernakel gebracht haben, sowie das tägliche Speiseopfer, die der Hohepriester opfert - werden vollständig auf dem Altar verbrannt.

Opfer von Sünde und Schuld müssen im nördlichen Teil des Tabernakels geschlachtet werden.
Einige Teile werden auf dem Altar geopfert und der Rest wird von den Priestern gegessen, welche an diesem Tag im Tabernakel dienen.

Das Dank-Lobopfer wird dem Menschen dargebracht, wenn er sich in potenzieller Gefahr befindet und es sicher überstanden hat. Ausser dem Schlachtopfer muss er vier Arten von ungesäuerten Chalot/Kuchen mitbringen - zehn von jeder Art - von denen der Priester eine CHala von jeder Art erhält und der Rest Kuchen werden, an den Tag und am nächsten Tag, der Opferbringer mit seiner Familie und seinen Freunden essen.

Freiwilliges Opfer - Der Priester und die Person, die das freiwillige Opfer gebracht hat, werden die Brust und das Fett zusammen führen. Die eingeweihtes Fett werden auf dem Altar geopfert und die Brust zusammen mit dem rechten Schienbein dem Priester gegeben. Der Rest wird am selben Tag vom Opferbringer in Reinheit gegessen. Es sollte am nächsten Tag davon nicht mehr gegessen werden.

 

Verbot Eingeweidefett und Blut zu essen

Dieses Verbot wird mehrmals in der Tora erwähnt, und zeigt damit seiner Gewichtigkeit.
Es ist strängst verboten Eingeweidefett auch von koscheren Tieren wie Stieren, Schafen und Ziegen zu essen. Man darf es zwar für allerlei benutzen, aber essen darf man es nicht.

Auch Blut sollten die Israeliten auf keinen Fall essen, weder von Vögeln noch vom Vieh.

Es ist so wichtig diesem Gebot zu folgen, dass Gott uns mehrmals warnt: Jeder, der Eingeweidefett oder Blut isst, aus seinem Volk ausgerottet wird.
„Ausgerottet“ ist ein geistiger und kein körperlicher Tod. Es bedeutet nicht das der Mensch sterben wird, sondern er verliert dadurch sein Herz an Gott nahe zu sein, wie das Wort Opfergabe das Wort Nähe beschreibt.

 

Die Einweihung des Tabernakels
 

Mose weiht Aaron und seine Söhne als Priestern ein

Am 23. Adar/(12te biblische Monat) eine Woche vor dem Monat Nissan/(erster Monat), beruft Moshe für die Einweihungszeremonie die gesamte Gemeinde vor der Stiftshütte ein.

 

Ablauf der Zeremonie:

Mose wusch Aaron und seine Söhne mit Wasser. Dann zieht er Aaron seiner Hohepriesterbekleidung an. Er legt Aaron den Kopfbund, das goldenen Stirnblatt und den heiligen Reif auf seinen Kopf. Er salbt die Stiftshütte und all seine Artefakte mit dem Salböl und er goss von dem Salböl auf Aarons Kopf und salbte ihn, dass er geweiht würde. Er kleidet auch Aarons Söhne mit ihrer besonderen Priesterbekleidung.

 

Altar mit all seinem Artefakt

Er bringt dem Altar drei Opfergaben bei: einen Stier und zwei Widder. Bevor Aaron und seine Söhne die Opfer schlachten, legen sie ihre Hände auf die Köpfe der Opfer, und sprachen ein Gebet.

 

Der Stier wird von Moshe aus seinem Blut auf dem Altar geschlachtet, opfert bestimmte Teile davon und verbrennt den Rest ausserhalb des Lagers.

Der erste Widder, als Brandopfer/Ola wird von Moshe geschlachtet und hebt den ganzen Altar an;

Der zweite Widder als Einsetzungsopfer/Dankopfer. Der Widder wird von Moshe geschlachtet. Aus seinem Blut tupft er Aaron auf das rechte Ohrläppchen und das seiner Söhne, sowie auf ihren Daumen ihrer rechten Hand und auf den grossen Zehe ihres rechten Fusses und sprengte das Blut ringsum an den Altar.

 

Dann nimmt er die Opferstücke auf den Altar sowie einen ungesäuerten Kuchen, einen Brotkuchen und einen Fladen, und schwang es mit Aaron und seinen Söhnen und opfert sie auf dem Altar als Schwingopfer. Mose entfernt das Blut und nimmt von dem Salböl und dem Blut auf dem Altar und sprengte es auf Aaron und seine Kleider, anschliessend auf seine Söhne und ihre Kleider. Dann befiehlt er ihnen, den Rest des Fleisches zu kochen und es in einem Zeltzelthof zu essen.

Mose sagt seinem Bruder und dessen Söhne, dass sie vor dem Eingang der Stiftshütte sieben Tage lang Tag und Nacht bleiben sollen, was sie auch tun.

 

 

Das Thema Opfergabe, Sünde und Blut fand ein grosses Interesse vieler Leser

Die erste Parasha 3. Buch Mose „Vajikra“ hat eine grosse Resonanz gefunden. Viele Fragen über Gottes Sicht und seiner Absichten in Bezug zur Opfergabe, was es für uns heute bedeutet, wie können wir uns heute von unser Schuld reinigen und wozu es gut sein soll und mehr.

Grosse Fragen die es sehr schwer sind nur in paar Wörter zu beantworten. Dazu gibt viele Gründe das Toraverständnis für Leute, die keinen Zugang dazu haben erschweren. Die Wichtigste sind:

 

Die Gedanken und Absichten, die man während des Opferungsprozess hat, machen die Unterschiede

Es gibt einen grosse Unterschied zwischen der Anbetung des Anbeters und Idols - dessen Wunsch es war, durch sein Opfer (das manchmal sogar ein unschuldiges Menschenopfer war) sein Schicksal und das Schicksal der Gottheit selbst zu ändern - und dem Opfer des Hebräischen Volk, welches sie von den Gott selbst erhalten haben;

Das Opfer der Hebräer diente als Mittel, um sich Gott zu nähern. Wie der Name schon sagt, ein Opfer aus der Sprache der "Nähe und Einheit" (Ramban). Mittel und Zwecklosigkeit! Dies widerspricht dem, was der Götzendiener verstanden hat. Die Seele, die opfert. Darum der Gedanke und Absichten die man hat während/bei der Opferung sind so wichtig und geben die grossen Unterschiede.

 

Die Tora ist in drei Teilen gegeben worden, welcher heute nur die Juden kennen und praktizieren.

  1. Die Schriftliche Tora - einfache Geschichte Gottes Ziele für uns Menschen und die Gebote geschrieben in fünf Bücher Mose, kurz ohne Erläuterungen wie die Verfassung geschrieben ist.
  2. Die mündliche Tora – erklärt genau wie und was zu tun ist. Wie die Erläuterungen im Gesetzbuch eines Staates.
  3. Dazu ein dritter sehr starkes Speicher-und-Schutz-System, die für alle Zeiten und im Laufe der Jahrtausende sich sehr gut bewährt hat. In diesem System sollte das Volk die Thora genau nachschreiben/kopieren, und sie mit der Überlieferthora ergänzen erklären und genau studieren. Dies alles, damit alle Ereignisse und Gesetzte sowie die Begriffe und ihre Bedeutungen nie in Vergessenheit geraten.

Wenn man die Tora nicht Umfassend lernt, nur die einfache Geschichte, kann man auch Gottes Ziele und Einweisung nicht verstehen.

 

 

Um eine Blick und Klarheit zu schaffen empfehle ich der folgende Artikel in Yesch noch mal zu lesen:

 

  • Das Wesen & den Sinn des Gebets,sowie die Kraft/Wirkung des Segens
    Das Gebet ist von grossem Wert, und ist eine der drei Säulen, auf denen die Welt steht. Die Gedanken laut ausformulieren, ist wie die Gedanke/von Kraft ins Taten umzusetzen. Wenn wir etwas laut sagen, wir meisseln die Wörter in den Felsen (wie das Wasser ein Tropfen kann nicht viel verrichten, aber viele Tropfen die ständig auf dem Fels fallen, können der Felsen schleifen).
    Worte sind wie Gewehr-Kugeln. Und wenn man scharfe Munition braucht, soll man aufpassen! Daher niemals schlecht über sich selbst sprechen und niemals sich selbst demütigen.

 

 

Ein Vebinar für Leute die mehr wissen wollen

Mit Gottes Hilfe, versuche ich nach Pesach eine Vebinar mit ein deutschsprechenden Rabbiner über dieses wichtige Thema zu organisieren.

Genaue Details werde ich zu seiner Zeit veröffentlichen.

 

Sabbat shalom umvorach!

Gesengter Sabbat Frieden und Lieben über alle!

 

 

Das Licht in unserer Herzen
Eine Zitat von Rabbiner Kook, dass alle Menschen auf der Welt verbindet, egal welcher Religion und Erziehung man angehört.

Rabbi Avraham Yitzchak HaCohen Kook (Geboren im Jahre 1865 gestorben 1935. Er war einer der Gründer des religiösen Zionismus und diente als erster aschkenasischer Oberrabbiner im Land Israel.)

Jeder Mensch muss wissen und verstehen, dass in ihm ein Licht brennt.
Jeder hat ein einzigartiges Licht ihn sich, welches keinem anderen gleicht. Jeder muss verstehen und wissen, dass er seinem Licht mit Fleiss gegen aussen offenbaren soll. Es als grosses Leuchtfeuer nach aussen zu tragen, um damit die ganze Welt zu erleuchten.“

הרב קוק:

צריך שכל איש ידע ויבין שבתוך תוכו דולק נר. ואין נרו שלו כנר חברו. ואין איש שאין לו נר. וצריך שכל איש שידע ויבין שעליו לעמול ולגלות את האור ברבים, ולהדליקו לאבוקה גדולה ולהאיר את העולם כולו.

 

 

 

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Herzlichen Dank!

Tamar/a Güller 

 

 

 

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