Parashat Vajera  פָּרָשַׁת-וַיֵּרָא 

 

Der vierte Parasha/Abschnitt Vajera setzt die Geschichte der Beschneidung/(Brit-Bund-Mila/Wort und beschneiden) fort, die Abraham in dem Vorigen Parasha/Abschnitt gemacht hat

  • über den G-ttes Kranken-Besuch bei Abraham.
  • Der Besuch der drei Engel und ihrer Prophezeiung bei Sarah über die Geburt ihres Sohnes.
  • über die Zerstörung von Sodom und Gomorra, den korruptesten Städten der Geschichte.
  • Lot und seine Töchter.
  • Hagar und Ismaels Vertreibung.
  • Zuletzt lesen wir über die Geburt Isaaks und Abrahams 10te und letzte Versuchung mit Isaak.

 

Parashat/Abschnitt „Vajera“ beginnt mit 1. Mose, Kapitel 18, Vers 1 und endet im Kapitel 22, Vers 24. 

 

Die Parascha beginnt mit dem folgenden Satz:
„1 Und der HERR erschien ihm im Hain Mamre, während er an der Tür seines Zeltes saß, als der Tag am heißesten war. 2 Und als er seine Augen aufhob und sah, siehe, da standen drei Männer vor ihm.“

 

Eines Tages erscheinen vor Abrahams Zelt drei Menschen, die ihm einen Sohn ankündigen. Sarah hört und lacht, weil sie nicht glaubt, dass sie in ihrem Alter noch gebären kann.

In der Folge wird über die Geschichte der Zerstörung der Städte Sodom und Gomorra wegen ihrer Sünden erzählt. Lot und seine Familie Schafen es noch Rechtzeitig die Stadt zu entkommen, aber Lots Frau, die den Anweisungen der Engel nicht Folge leistete und zurückblickte, wird zu Salzsäule versteinert.

Wie Abraham versprochen wurde, ist ihnen ein Sohn Isaac trotz Sarahs außergewöhnlichem Alter geboren. Abraham vertrieb Hagar und Ishmael auf Sarahs Bitte.

Über Das Opfer Abrahams: Der Herr befiehlt Abraham, seinen Sohn auf dem Berg Moriah zu opfern, aber im letzten Moment, bevor Abraham nach dem Jungen greift, hält ihn der Engel Gottes auf. Abraham sieht den Widder im Busch der nach Gottes Gebot wurde an die Stelle von Isaak geopfert.

 

 

Zusammenfassung der Parasha:

 

Drei Engel besuchen Abraham (Kapitel 18:1-15)

Drei Tage nach der Beschneidung sitzt Abraham am Eingang seines Zeltes als der HERR ihm im Hain Mamre erscheint, da sendet ihm Gott drei Engel, die als Menschen verkleidet sind. Abraham bemerkt die Gäste, bittet um Vergebung von dem "Grossen Gast" und rennt dann los, um sie in sein Zelt einzuladen.

Abraham wusste es nicht, dass die Drei Engel sind. Jeder Engel hatte seine eigene Mission: Einer heilte Abrahams Wunde, der andere erzählte ihm von Isaacs Geburt und der dritte kam, um die Städte Sodom und Gemora zu zerstören.

Abraham bietet den Engeln an, ihre Füsse vom Staub der Wüste zu waschen, sich unter dem Baum auszuruhen und zu essen. Sie akzeptieren die Anfrage und enthüllen ihm dann ihre wahre Identität. Einer der Gäste kündigt Abraham und Sarah an: In nur einem Jahr haben Sie ein Kind. Sarah hört und wundert sich: kann ich in meinem hohen Alter noch ein Kind gebären? Und der Schöpfer fragt: Warum hat deine Frau gelacht? Sollte dem HERRN so etwas unmöglich sein?

 

Gastfreundschaft:

War dieser Absicht der Tora, um den extremen Kontrast zwischen Abraham Gastfreundschaft und dem Volk von Sodom hervorzuheben?

Die Parasha beginnt mit einer Beschreibung von Abrahams wundervollen Gastfreundschaft mit den drei Engeln. Unmittelbar danach hören wir, dass die Engel nach Sodom gegangen sind.

Rabbi Yaakov Kaminecki weist auf einen interessanten Zusammenhang zwischen diesen beiden benachbarten Ereignissen hin.

Beide Absätze legen besonderen Wert auf Gastfreundschaft. Abrahams Verhalten mit seinen Gästen ist für jeden Menschen ein Symbol und ein Beispiel wie man Gäste empfängt. Wie Abraham seinen schlechten Gesundheitszustand völlig ignorierte und alle Anstrengungen unternahm, um seinen Gästen perfekte Gastfreundschaft und das angenehmste Gefühl zu bieten. Unmittelbar danach beginnt die Tora zu beschreiben die schlechte Sodom Einstellung zu derselben Mitzwa. Der extreme Kontrast zwischen Abraham und Sodom die nur einige Verse zuvor beschrieben wurden. Sodom bedroht Lots Leben nur wegen seiner "Sünde" - weil er es wagte, Unterkunft und Verpflegung für ausländische Gäste bereitzustellen.

 

Abraham lehrt seinen Nachkommen Barmherzigkeit und nächste Liebe (18, 16)

Die Engel beenden die Mission im Haus Abrahams und gehen nach Sodom. Der Herr beschliesst, Abraham das nächste Ziel der Engel zu offenbaren. Als Abraham, der Mann der Güte und Gnade, von der Verurteilung der Städten von Sodom und Gomorra hört, steht er vor dem Herrn, um Barmherzigkeit zu lehren und zu bitten.

Rabbi Yaakov Kaminecki: Abraham reagierte mit grosser Sorge auf diese bösen und sündigen Menschen, und er begann, Gott wiederholt anzurufen und ihn wiederholt zu beschwören, bis er Gott um Vergebung bitten musste, dass er nicht böse auf ihn sei, weil er so zu ihm gesprochen hatte. Rabbi Kaminecki erklärt, dass die Thora dabei die hohe Niveau von Avraham um der Gebot "Nächste Liebe" stand.

Eine Person, die sich in der Regel auf einem Charakterzüge/Gebiet in gewissem Masse auszeichnet, neigt man in der Regel dazu, andere wegen ihrer Schwäche dies bezüglich streng zu beurteilen.

Es ist überhaupt nicht einfach die Schwächen anderer Leute zu vergeben, besonders wenn diese Schwäche die Stärke einer Person ist. Rabbi Kaminecki schreibt, Abraham Grösse zeichnet sich weil er sehr vorsichtig mit den Schwächen anderer umgeht. Denn wenn sich eine Person in einem bestimmten Bereich auszeichnet, wird es für ihn sehr schwierig zu verstehen sein, wie andere in diesem Bereich weniger vorsichtig sein können. Beispielsweise ist es für eine Person, die besonders pünktlich ist, sehr schwierig zu verstehen, wie andere Personen wiederholt unpünktlich sein können. Er meint, dass diese Person Respektlosigkeit gegenüber der Zeit anderer zeigt.

Die Aufgabe aller ist es zu verstehen, dass jeder seine eigenen Kräfte besitzt und es kann Bereiche geben, in denen man sich selber auf einem niedrigeren Niveau befindet als andere Menschen. Ausserdem muss man sich an die Mischna festhalten die sagt: "Verurteile deinen Freund/Nächste nicht, bis DU an seiner Stelle/Situation befinden wirst".

Aus dieser Mischna kann man lernen, dass die Charaktereigenschaften jeder Person von seinen einzigartigen Lebensumständen beeinflusst werden und wir niemals wissen können, wie wir uns verhalten würden, wenn wir uns in einer gleichen Situation befinden. Wenn man diese Lehre zieht, stellt man fest, dass jede Person seine eigenen Tugenden, Schwächen und Stärken hat, die von verschiedenen Faktoren abhängen.

Es ist daher ein Fehler, die Schwächen der anderen Person streng zu beurteilen, vor allem wenn man selbst in dieser Eigenschaft stark ist.

 

Untergang von Sodom und Gomorra. Lots Errettung (19, 1-29)

Gegen Abends kommen die Engel nach Sodom und treffen Lot, der als Richter der Stadt am Tor sass und dient. Lot, Abrahams Neffe lädt die Gäste zu sich nach Hause ein. Als dies aber in der Stadt bekannt wurde, bricht ein Sturm aus: „Gastfreundschaft in Sodom?!“ ...

Neben Lots Haus sammelten sich eine grosse Menge von Männern, welche die Gäste heraus zu sich forderten: „Gib sie heraus, dass wir ihnen beiwohnen“. Ergebnislos versuchte Lot die Menge zu beruhigen und ihnen sogar anstatt die Männer seiner Unbefleckten Töchter rauszubringen. Irgendwann müssten die Gäste/Engel eingreifen. Sie nehmen Lot mit ins Haus und schlugen die Leute vor der Tür des Hauses mit Blindheit.

Die Engel befehlen Lot, seine ganze Familie zu versammeln, das Wenige zu packen und sich eilend aus der Stadt raus zu flüchten. Lots Schwiegersöhne verspotten die Worte ihres Schwiegervaters, aber die Engel geben Lot keine Zeit, mit ihnen zu diskutieren. Sie stürzen ihn und bringen ihn mit seiner Frau und die zwei unverheirateten Töchtern aus der Stadt raus. Die Engel sind auf Lots Bitte eingegangen, sich zur relativ neuen Stadt „Zoar“ zu flüchten.

Am Morgen vernichtet der HERR die Städte und die ganze Gegend samt ihrer Bewohner und legt Feuer und Schwefel vom Himmel und verwandelt die Städte Sodom und Gomorrha in Asche. Als Lots Frau sich nicht zurückhalten kann und zurückschaut, wird sie zu Salzsäule.

 

Töchter Lot werden von ihm Schwanger (19, 30-38)

30 Und Lot zog weg von Zoar und blieb auf dem Gebirge mit seinen beiden Töchtern; denn er fürchtete sich, in Zoar zu bleiben“

Von allen Bewohnern von Sodom und der Familie Lot sind nur er und seine beiden Töchter übrig geblieben. Obwohl die Engel ihn nach Zoar geschickt haben, entkam der verängstigte Lot in die Berge ausserhalb der Stadtgrenzen, wo er Zuflucht in einer Höhle fand.

Seine Töchter sind sich sicher, dass die ganze Welt untergangen ist. Die beiden Töchter betrinken ihr Vater mit viel Wein und liegen bei ihm. Sie wurden schwanger und gebären zwei Söhne: der eine heisst Moab, aus dem das Moabiter Volk entstand, und der andere ist Amon, aus dem das Ammoniter Volk gegründet wurde.

 

Abimelech entführt Sarah in sein Haus (20, 1-18)

Die Zerstörung von Sodom betrifft die gesamte Region. Konvois fahren nicht mehr durch Hebron und Abraham beschliesst sich seinen Wohnsitz in die Region von König Abimelech zu verlegen.

Wie bei seiner Auswanderung nach Ägypten um sein Leben nicht zu riskieren, behauptet Abraham Sarah sei seine Schwester. Tatsächlich bringen die Philister Sarah zum Haus von Abimelech. Der HERR hat dem König im Traum offenbart, indem er ihn warnt und ihm befiehlt, die Frau zum Haus ihres Mannes zurückzubringen.

Abimelech ruft Abraham an und wirft ihm vor, nicht zu sagen, dass Sarah seine Frau sei. Abraham erklärt, dass er nicht gelogen hat, weil Sahre die Tochter seines Bruders ist, und erklärt, warum er sie nicht als seine Frau vorgestellt hat. Abimelech befreit Sarah und gibt Abraham Geschenke und bietet ihm an, als Ehrenbürger in seinem Land zu wohnen. Auf Bitten Abimelechs betet Abraham zum Herrn, um die Pest der Unfruchtbarkeit, die das Haus des Königs ergriff zu beseitigen.

 

Der Bund zwischen Abraham und Abimelech

Abimelech offenbart die Grösse und Abrahams göttlichem Erfolg und möchte mit ihm für Generationen verbünden. Er kommt mit seinem Armeeminister zu ihm und bittet ihn darum. Abraham stimmt zu und schliesst mit Abimelech einen Bund für Generationen hinaus. Der Name des Eides, den sie geschworen hatten, heisst die sieben Brunnen/Beer Sheva. Abraham errichtet am Ort ein grosses Zentrum für Gäste zu Ehren und Verbreitung Gottes Namen und seiner Grösse.

Isaaks Geburt, und Ismael und seine Mutter werden vertrieben (21, 1-8)

Wie der Engel verspricht, vergeht ein Jahr, und Abraham und Sarah bekommen einen Sohn. Nach Gottes Befehl nennt Abraham seinen Sohn Isaak. Im Alter von 8 Tagen wird Isaak Beschnitten und als das Kind zwei Jahre alt ist, bereitet Abraham um Gott zu danken ein grosses Bankett vor.

Sarah, die frischgebackene Mutter, fürchtet den negativen Einfluss von Ishmael der Sohn von Hager auf ihren Sohn Isaak und weist Abraham an, sie aus dem Haus zu vertrieben.

Abraham hat Schwierigkeiten, seinen grossen Sohn aus dem Haus zu vertreiben, aber Gott befiehlt ihm, Sarahs Stimme zu hören und erklärt ihm, dass Isaak, das Familien Erbe fortsetzen wird, aber dass Ismael auch eine grosse Zukunft vor sich hat.

Und so verlassen Hagar und Ismael das Haus und gehen in die Wüste. Nach einer Weile wurden ihren Wasserkrüge leer. Hager setzt ihren Sohn in die Büsche und geht hilflos weg, um die Trauer und den Tod des Kindes nicht zu sehen. Gottes Engel wird ihr offenbart und leitet sie zu einem Brunnen, aus dem sie ihren Sohn tränkte. Er versichert ihr auch, dass ihr Sohn erwachsen wird und eine grosse Nation erschaffen wird.

 

Das Opfer Abrahams (22, 1-19)

„1 Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich. 2 Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und geh hin in das Land Morija und opfere ihn dort zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde.“

Nach neun Versuchen beschliesst Gott Abraham ihm einen letzten Versuch zu unterstehen. Ziel des Versuchs ist es, die Beziehung zwischen Abraham und seinem Nachkommen zum Allmächtigen zu stärken und die Rechte für seine zukünftigen Geschlechter zu vervielfachen, die sie für die kommenden Generationen erhalten werden. Der Herr befiehlt Abraham seinen Sohn Isaak auf den Berg Moriah zu bringen und ihn dort zu opfern.

 

Trotz der immensen unbewältigten Schwierigkeit zögert Abraham nicht. Er steht früh am Morgen auf, gürtete selbst seinen Esel, nimmt seinen Knecht Eliezer, Ishmael und Isaak mit und sie alle laufen auf den Berg Moriah. Nach drei Tagen findet Abraham einen abgelegenen Ort. Er befiehlt seine Knechte beim Esel zu bleiben. Abraham legt auf Isaaks Schultern das Holz zum Brandopfer und trägt selbst das Feuer und das Messer und so zusammen machen sich weiter auf den Weg.

Isaak fragt seinen Vater, wo die Opfergabe sei? Abraham Antwort: dass er in Gottes Händen ist. Isaak versteht was passieren wird, setzt aber weiter auf den Weg mit festerem Glauben, als dem Glauben seines Vaters fort.

An der vom Herrn bestimmten Stelle richtet Abraham einen Altar ein, „legte das Holz darauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz und reckte seine Hand aus und fasste das Messer, dass er seinen Sohn schlachtete.“ In diesem Moment ruft der ENGEL DES HERRN zu ihm und befiehlt ihm: „Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts; denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen“ Abraham erhebt einen Widder auf dem Altar, der zwischen den Bäumen festgehalten war, anstatt seinem gefangen Sohn.

Der Herr schwor Abraham, dass er sich an seine große Tat erinnert, für ihn und seine Nachkommen für immer einzustehen. „Weil du solches getan hast und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont. 17 will ich dich segnen und deine Nachkommen mehren wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres, und deine Nachkommen sollen die Tore ihrer Feinde besitzen: 18 und durch deine Nachkommen sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden, weil du meiner Stimme gehorcht hast

 

Die Geburt von Rebekka die Töchter von Milka und Nahor Abrahams Bruder

Nach diesen Geschichten begab es sich, dass Abraham Rebeccas Geburt angesagt wurde:

Abraham kehrte nach Be'er Sheva zurück und gab bekannt, dass der Familie Betuel eine Tochter geboren wurde.

 

 

Lots kontradiktierender und widersprüchlicher Charakter lehrt uns eine wichtige Lektion im Leben.

 

Lot der Gerechte

In der gesamten Thora gibt keine so unterschiedliche Figur wie Lot.
Lot stand vor einer grossartigen und unermesslichen Versuchung. Er begleitete Abraham auf seiner Reise von Ur Kasdim durch Haran nach Kanaan und verbündete sich mit Abrahams Wegen. -. Daher wird er in dieser Zeit als "Gerechter" definiert. Er war der Bruder von Sarah und der Neffe von Abraham. Er hat die Gastfreundschafts Gebote, Abraham wichtigstes Gebot erfühlt, und am Ende bekam er sogar eine Urenkelin – die Ruth die Moabiterin - von der König David stammte.

 

Die Umgebung beeinflusst sogar einen Gerechter

Später entschied sich Lot von Abrahams Weg zu trennen und zu einem materialistischen erfolgreichen Ort zu gehen, einem Ort wo er sich bereichern kann in Sodom. Ein Ort der moralisch völlig korrupt war.

Die Weisen Sagen: Er sei zwei Tage und Nächte betrunken gewesen und habe seine Töchter geheiratet, was ihn zu seinem letzten Abgrund gebracht hat.

Wie kann eine Person solche Widersprüche haben?

 

Der Name Lot hat drei Bedeutungen

Der unvorstellbare Kontrast in seinem Charakter deutet auf Lots Namen hin. Einerseits ist Lot der Name für feines Parfüm (Genesis 26:29), andererseits bedeutet das Wort in Aramäisch „Fluch“ und auf Hebräisch eine Hülle/bedeckt. Wie das Wort lote-beArafel-was „bedeckt im Nebel“ bedeutet.

All diese Bedeutungen hängen mit dem Verständnis von Lots komplexer Persönlichkeit zusammen.

 

 

Lots Möglichkeiten zu sich zurückzukehren.

Zu einer Zeit, als Lot in Sodom blieb, erlebte die Stadt einen schweren Umbruch: Vier aufstrebende Könige kämpften gegen die Sodom-Könige, besiegten sie und nahmen Lot und seine Familie gefangen. Abraham eilt um ihn zu befreien. Er kämpft gegen die Könige, siegt und befreit die Gefangenen. Das grosszügige Angebot des Königs von Sodom, sein gesamtes Eigentum als Kriegsbeute beizubehalten lehnt er kategorisch ab.

Das Ereignis sollte ein geschicktes Hilfszeichen von Himmel für Lot sein. Ihm wurde die Gelegenheit gegeben Moral von Abrahams Loyalität gegenüber zu lernen und wie Ablehnung der Geldbeute, eine Lehre zu ziehen. Wenn er nur hinschaute, hätte er die Gelegenheit nutzen können, um nach Hause zu Abraham zurückkehren. Alles war vergeblich, trotz allem blieb er weiterhin an seinen bösen Weg.

 

Wie hat sich Lot verhalten nachdem er alles verloren hat?

Als Sodom zerstört wurde, machte Lot eine schlimme Zeit durch. Abgesehen vom Verlust seines gesamten Vermögens, verlor er seine Frau, seine beiden verheirateten Töchter und deren Ehemänner und Enkelkinder.

Anstatt zu trauern und darüber Gedanken zu machen betrinkt er sich, verliert sein Verstand wegen seiner materialistischen Lust, die er nicht kontrollieren konnte und die Folgen von seiner Trunkenheit waren für ihn sehr tragisch.

 

Es scheint, dass jeder Mensch innere Persönlichkeits-Widersprüche besitzt.
Die meisten Menschen haben in ihr Wedersprüche im Charakter, aber nicht in solchen Ausmassen wie es Lot gehabt hat. Trotzt allem fühlt jeder sich zu seiner guten Seite hingezogen und strebt sich Gutes zu tun, hingegen seiner gegensätzlichen Seite möchte weiterhin materieller Lust hingeben.

 

Es hängt davon ab, in welche Richtung man sich zu einem bestimmten Zeitpunkt wendet. Wenn man anhält und über die Geschehnisse nachdenkt, besteht eine gute Chance, dass man auf den Haupt-/Königsweg gelangen wird!

 

 

In unserer Zeit haben wir einen viel besseren Ausgangspunkt als Lot in seiner Zeit.

Da wir Nachkommen von Abrahams, Isaaks und Jakobs sind. Durch die Versuche die das Gute, welches wir geerbt haben, sind wir einen guten Position. Wir besitzen eine göttliche Seele/Odem, die wirklich Gutes tun möchte. Unsere Selbstdefinition ist gut, und alles Böse ist nur äusserer Schmutz, der sich wegen der Schäden der Zeit von uns angezogen fühlt. Und das ist eine echte und sichere Sache. Es ist unsere Aufgabe, diesen guten Ort in uns zu identifizieren, ihn zu entdecken und zu lernen, die Welt durch ihn anzusehen.

 

Selbstvertrauen

Rabbi Tzadok HaCohen aus Lublin schreibt, dass die Fülle des Glaubens an G'tt auch das Gebot beinhaltet, an uns selbst zu glauben, dass in uns eine göttliche Seele innewohnt. Die Tora hat gezeigt, dass jeder, der sich an Abraham klammert, auch die jenen, welche nicht mit dem Glauben leben, kann sich immer mit diesem Göttlichen Funken zurückverbinden. Wenn wir an uns selbst fest daran glauben, werden wir in der Lage sein, die Abdeckung/das „Lot“ von diesem Göttlichen Funken zu entfernen und all die wunderbaren Schätze, die in uns existieren zu entdecken!

 

Sabbat shalom umvorach! Gesegneter und friedlicher Sabbat!
Möge jeder sein eignen Göttlichen Lichtfunk entdecken und fest daran halten. AMEN! 

 

 

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