Parashat Mishpatim  פָּרָשַׁת-מִשְׁפָּטִים 

 

Parashat „Mishpatim/Rechtsordnungen“ ist der sechste Parasha/Abschnitt von 2. Buch Mose. Die Parasha beginnt mit 2. Mose, Kapitel 21, Vers 1 und endet im Kapitel 24, Vers 18.

Der Name der Parasha stammt aus dem ersten Vers und Wort:  Dies sind die Rechtsordnungen, die du ihnen vorlegen sollst:

In der Parasha werden viele Mizwot/Gebote und Gesetze aufgeführt, insbesondere solche, die sich auf das Rechtsgebiet beziehen. Diese Gebote sind eine Fortsetzung der Zehn Gebote und die Gebote, die am Ende der Parashat „Jethro“ erwähnt wurden. Zusammen bilden sie das „Bundesbuch“, in dem der Bund zwischen den Kindern Israel und Gott geschlossen wurde.

In Parashat Jitro der vergangenen Woche erfuhren wir vor dem israelischen Volk von der dramatischen und mächtigen Offenbarung des Allmächtigen und von des Ereignises am Berg Sinai.

Im Gegensatz dazu ist die Parshat Mishpatim dieser Woche eine der längsten im gesamten Pentateuch. Es enthält eine lange und erschöpfende Liste von mehr als fünfzig verschiedenen Gesetzen und Geboten und eine Liste von Gesetzen, welche sich mit Rechtsverhältnis zwischen die Menschen/Zivilrecht befassen. Einzelheiten zu Verboten im Zusammenhang mit Mord, Entführung, Fluchen autoritärer Körperschaften, körperlichen und finanziellen Schäden, Götzendienst, Wohltätigkeit für die Armen und Schwachen, Wiederherstellung verlorener Sachen und sogar Tierrechte.

Am Ende der Parasha wird über das Ereignis des Bundes und über den Aufstieg Moses zum Berg Sinai berichtet, um die Bundeslande und den Befehl zur Errichtung der Stiftshütte entgegenzunehmen.

 

"Dies sind die Rechtsordnungen, die du ihnen vorlegen sollst ", sagt der Schöpfer der Welt zu Moses und befiehlt ihm, eine lange Liste von Gesetzen an die Israeliten weiterzuleiten.

 

Diese Parasha befasst sich mit "Kleinigkeiten" im Leben. Der Inhalt besteht nicht aus wunderbaren Geschichten, Wunder oder heroischen Ergebnissen, wie in den vorherigen Parasha. Diese Parasha beschäftigt sich damit die sozialen Grundlagen für den Staat zu legen, welche sich an dem Tag das Land Kanaan erobern werden. Sie befasst sich mit Gesetzen, die sich durchsetzen werden. Ziel ist es, zu lehren, wie man mit einem Dieb umgeht, einem Stier, der draussen tobt, sich gegenseitig schlägt oder sein Eigentum beschädigt, seinen Vater verflucht, Erbrechte, Darlehensgesetze, Verbote und Lügen verliert - und das alles durch das soziale Gewirr, das die Realität des grauen Lebens in die Höhe treibt.

Und doch ist dies keine trockene Rechtsstaatlichkeit. Es geht nicht nur darum, sich Sorgen um die öffentliche Ordnung zu machen, die "Wirtschaft" unter ihren Loyalisten ruhig zu halten. Der Wortlaut der Parasha ist auch nicht formal und professionell.

Der Kern der Regeln, welche auf das Interesse des Gesetzes auch an die Person hinweisen, die hinter den Taten steht, ob bei der sündigen Person oder bei der verletzten Person. Ihr Zweck ist es, das moralische Bewusstsein im Herzen des Lesers zu wecken und so die Menschen dazu zu bringen, "das Mass an Gnade und Barmherzigkeit zu lernen und sich daran zu gewöhnen" (Die Tora als das Buch der Erziehungsgebote).

Es ist also ein Erziehergesetz, ein Gesetz, das sich nicht aus dem Charakter und der Kultur des Volkes ableitet, sondern im Gegenteil versucht, den Charakter im Lichte seiner Massstäbe zu gestalten.

 

Sklavengesetz

Wichtige Bemerkung: In Hebräisch gibt es überhaupt kein besonders Wort für Sklave. Eved/Sklave kommt von Stammwort Arbeiter, es ist ein Knecht, Diener, Untergebener, Angestellter, Beamter, aber der Begriff der Dauer und Leibeigenschaft liegt nicht in dem Wort.

Ein Gericht kann einen jüdischen Mann der bei einem Diebstahl erwischt wurde und den Diebstahl nicht bezahlen/erstatten kann, als Sklaven verkaufen. Die Dauer der Sklaverei beträgt höchstens sechs Jahre. Sein Meister darf ihm eine Frau geben, damit er Söhne von ihm hat, aber wenn er freigelassen wird, wird seiner Frau und Kinder nicht mit ihn freigelassen. Wenn der Sklave seine Frau liebt und sich weigert, freigelassen zu werden, bringt ihn sein Herr vor Gericht und durchbohre mit einem Pfriem sein Ohr und er bleibt bis zum Jubiläumsjahr mit seiner Familie bei ihm.

Vater darf seine kleine Tochter an eine andere Familie verkaufen. Sie wird nach sechs Jahren frei gelassen, im Jubiläumsjahr oder wenn Sie älter wird (je nachdem, was zuerst eintritt).

Ein Mann, der seinen kanaanitischen Sklaven geschlagen hat und innerhalb von 24 Stunden starb, wird zum Tode verurteilt werden. Wenn der Sklave später stirbt, ist er befreit. Wenn er ein Glied seines Sklaven oder Sklaven verletzt, werden sie freigelassen.

 

Mord, Verletzung

Ein Mörder der seinen Freund absichtlich getötet hat wird zum Tode verurteilt. Wenn er dies irrtümlich getan hat, muss er in eine "Stadt der Zuflucht" fliehen, in der der Blutretter, welcher Rache sucht, ihn nicht verletzen/töten darf/kann.

Wenn jemand einen anderen Verletzt oder Verwundet hat, zahlt der Verletzter je nach Verletzung: Arbeitslosenunterstützung wegen Arbeitsunfähigkeit, Geld für medizinische Behandlung, Zahlung für die Schmerzen und die Schande, die er erlitten hat, und Zahlung für die Wertminderung infolge der Verletzung.

Auf Fluch oder vervunden Vater oder die Mutter, wird zum Tode verurteilt weden. 

Wenn man eine schwangere Frau schlägt und es zur Fehlgeburt kommt, wird der Schaden, vom Tribunal bestimmt, erstattet. (Wenn sie durch den Schlag auch verletzt wird, gelten auch die üblichen Verletzungsgesetze).

 

Eigentumsvergehen (und Stier)

Die Person muss ihren Bullen sicherstellen, dass er anderen keinen Schaden zufügen kann. Wenn ein Bulle eine Person getötet hat: Wenn er zuvor keine stössige Vergangenheit hat, wird er als "Bulle Tam/unschädliche" bezeichnet, er sollte gesteinigt werden, aber der Bulleigentümer ist befreit. Wenn er eine solche Vergangenheit hat, wird er als "greifender Stier" bezeichnet, der Stier muss gesteinigt, und zusätzlich der Stiers Besitzer wird vom Himmel (nicht von Gericht) zum Tode verurteilt, weil er auf ihn nicht aufgepasst hat und dafür Lösegeld zahlen muss.

Ein Bulle der von einem anderen Bullen getroffen wird, der Bulle Besitzer zahlt die Hälfte des Schadens. Ein " Stössiger Bulle" der einen anderer Bulle getötet, der Bullenbesitzer, zahlt den vollen Schaden.

Bulle der ein Sklave verletzt hat zahlt der Bullenbesitzer dem Sklavenbesitzer eine Geldstrafe von 30 NIS (in der damaligen Währung).

 

Diebe und Schädlinge

Die Gesetze des Diebes:

Wenn ein Dieb bei seinem Diebstall gefangen wurde, muss er das Doppelte des Wertes des Diebstahls bezahlen. Wenn er einen Stier oder ein Schaf gestohlen und geschlachtet oder verkauft hatte, muss er für den Diebstahl eines Schafes das Vierfache und für den Diebstahl eines Stiers das Fünffache zahlen.

Wenn Hausbesitzer einen Dieb in Selbstverteidigung tötet, weil er um sein Leben fürchtet, ist er Strafffrei.

Schadenersatz Gesetz: Wenn eine Person in seinem Feld einer Grube gräbt oder die Bedeckung entfernt, und ein Stier oder Esel fiel dorthin ab, muss er dem Tierhalter seinen Wert zahlen.

Jemand, der seine Herde mitgenommen hat, um auf dem Feld seines Freundes zu grasen, oder ein Feuer gelegt hat, das seinem Freund Schaden zugefügt hat, zahlt den vollen Schadenersatz.

 

Aufbewahrung

Es gibt Gesetze von vier Arten von Aufbahrungen mit unterschiedlichen Gesetzstraffen. Freiwilliger (der einen Gegenstand zur unentgeltlichen Aufbewahrung annimmt), Aufbewahrung gegen Gebühr (der eine Gebühr für die Aufbewahrung erhält), ein Mieter (der den Gegenstand gegen Bezahlung verwendet) und ein Auslehnen (der den Gegenstand unentgeltlich verwendet).

Der Freiwillige, ist Frei, wenn er nicht schuldig ist an dem entstanden Schaden. Hat es aber Absichtlich oder Versäumt er jedoch auf den Gegenstand achtnehmen oder sogar zu stehlen, muss er den doppelten Wert bezahlen.

Der Person welcher Gegen Gebühr den Gegenstand zur Aufbewahrung angenommen hat, wird schuldig, wenn das Objekt bei ihm verloren geht oder gestohlen wird, aber befreit, wenn das Objekt auf unnatürliche Weise beschädigt wird.

Im Mietrecht waren die Weisen geteilt. Einige behaupten, er sei ein kostenloser Hüter, andere glauben, er sei ein Hüter gegen Einhaltung/Lohn.

Der Entleiher haftet für alle Schäden, ausser Schaden die nicht der bestimmungsgemässen Verwendung des Gegenstandes gebraucht worden sind.

 

Rechtsschutz für die Schwachen/Gerechtigkeit

Es ist Verboten Fremde Leute die ihren Wohnort gewechselt haben zu täuschen oder auszurauben denn die Israeliten lebten auch als Fremde in Ägypten, und wissen wie es fühlt Fremde zu sein.

Achte: Plage oder foltere Niemand, insbesondere nicht eine Witwe oder ein Waisenkind, denn sein Gebet/Schrei immer vor Gott erhört wird.

Verleihe keinen Kredit mit Zinsen und Belastungsgarantie als Pfand an Kreditnehmer, welcher für einen lebenswichtigen Bedarf verwendet wird.

Hören keine Verleumdung.

Ein Pfund von verlorenen Gegenständen muss ihrem Besitzer zurückgeben werden, auch wenn er ihn hasst. Ebenfalls auch wenn man ein Tier seines Hasses begegnet.

 

Gebote der Gerechtigkeit und Nächstenliebe und mehr

Verbote Gott oder den Richter zu verfluchen.

Ein Richter darf keine Beschwerde einer Partei anhören, ohne dass die andere Partei anwesend ist. Darüber hinaus darf er das Gesetzt für Armen und Bedürftige nicht aus Respekt oder Mitleid biegen.

Richter sollten keine Bestechungsgelder annehmen.

Wenn sich das Tribunal mit den Gesetzen über Leben und Tot richtet, kann eine Person nur dann zum Tot verurteilt werden, wenn mindestens Mehrheit von zwei Richter es verurteilt hat. Wenn die Angeklagte frei gesprochen ist, kann man ihn nicht erneut wegen der gleichen Anklage zum Gericht ziehen, auch nicht wenn ein Schuld Anspruch möglicherweise entsteht; aber wenn er schuldig gerichtet worden, und ein Anspruch auf seinen Freilassung aufgetaucht ist, sollte er erneut zum Tribunal zur Anhörung gebracht werden.

 

Weitere Gesetze

  • Ein Mann, der eine Jungfrau verführt und mit ihr schläft, muss sie heiraten. Wenn ihr Vater sich weigert, sie ihm zu geben, muss er ihrem Vater eine Geldstrafe zahlen.
  • Ein /Zauberer Magier, der mit einem Tier und dem Götzenbild liegt, muss sterben.
  • Die regulierten Beiträge und Zehnten sollten unverändert (mehr oder weniger) abgeben werden.
  • Der Erstgeborne Sohn sollte nach 30 Tagen von Gott freigekauft werden.
  • Verboten unkeuscheres Fleisch zu essen.
  • Sei vorsichtig mit dem Ger/Fremden.
  • Es muss darauf geachtet werden alle Tora-Gebote eingehalten zu werden
  • Der Name der Götzenanbetung sollte nicht erwähnt werden.

 

Sabbatjahr und Sabbat

  • Sechs Jahre lang muss das Land gesät werden, und im siebten Jahr ist es das Jahr der Unterlassung, in dem man sich von der Arbeit erholen kann. In diesem Jahr ist die Ernte Packer/herrenlos und jeder Interessierte kann es zum Selbstgebrauch nehmen.
  • Sechs Tage soll man arbeiten, und am siebten Tag – Samstag ist Ruhetag, für den Mensch, seine Tiere und sein Eigentum.

 

Die drei grossen Jahresfeste. Opfervorschriften

  • Drei Mal im Jahr soll man nach Jerusalem pilgern: Passah, Shavuot und Succot.
  • Die Passah Opfergabe kann erst geschlachtet werden, nachdem das Chametz/Gesäuert beseitigt wurde.
  • Die ganze gegrillte Opfergabe soll gegessen werden, und keine Fleischreste soll bis zum Morgen bleiben.
  • Der Erstgeborene sollte zum Tempel gebracht werden.
  • Es ist verboten Fleisch zusammen mit Milch zu kochen/essen.

 

Mahnungen und Verheissungen an das gelobte Land

G'tt verspricht, dass sie das Gelobte Land betreten werden. "Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behüte auf dem Wege und dich bringe an den Ort, den ich bestimmt habe". Was gemeint ist, nur der Engel wird sie begleiten, und nicht der HERREN selber. Deshalb sollen sie auf ihn hören. der Schöpfer warnt sie darauf zu achten, nicht aus den schlechten Taten der Bewohner des Landes zu lernen. Er erklärt, dass er die Bewohner des Landes nicht sofort zerstören wird, sondern in Etappen damit das Land nicht zu einer Einöde wird.

 

Vorbereitungen für der Bundesschluss am Sinai

Als Folge zu der Offenbarung am Berg Sinai, nachdem die Israeliten Moshe gebeten hatten, als Vermittler zwischen G-tt und ihnen zu fungieren und der Bund geschlossen wurde, ging Mose noch im Nebel auf den Berg Sinai zurück. Auf dem Berg empfang er zusätzliche Gebote und Gesetze zu den Zehn Geboten, die er direkt von G-tt gehört hat.

Als er zurückkommt, unterwirft er Gott die Worte des Volkes und sie einstimmig antworten: „Alle Worte, die der HERR gesagt hat, wollen wir tun“

Moshe schreibt alle Worte der Tora Lehre des HERRN nieder, beginn von der Schöpfungsgeschichte der Welt bis zum jenen Tag des Schreibens.

Danach haben sie einen Bund zwischen dem Volk und den G’tt geschlossen. Dabei hat Moses einen Altar und 12 Denkmale für die 12 Stämme am Fusse des Berges aufgebaut. Auf dem Altar brachte Moses Stiere zum Opfer. Die Hälfte von Blut verbrennt er auf dem Altar, und den Rest sammelte er. Dann liest er dem Volk von dem Bundes-Buch/Bundestafel, und das Volk antwortet alles was Gott sagt werden wir „machen und hören“. Am Schluss hat Moses das restliche Blut (genannt Bund-Blut) auf das Volk geworfen. Am Ende der Zeremonie kletterten die Volk-Ältesten mit Moses (Nadav und Avihu) auf den Berg, und dort nach ihrer Erzählung erscheint ihnen den HERREN:  II Moses 24/  Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels hinauf. 10 und sahen den Gott Israels. Unter seinen Füßen war es wie ein schöner Saphir und wie die Gestalt des Himmels, wenn's klar ist.“

Mose soll die Gesetzestafeln empfangen

Nachdem er Tora weiter an das Volk gegeben hat, und das Bündnis, welches sie vor dem Berg mit all 12 Stammen gemacht wurde, geht Moses erneut zum Berg Sinai, um die Bundes Tafeln, sowie noch weitere Gesetz und Gebote zu erhalten.

Auf den Berg sagt Mose den Ältesten zu bleiben, bis er zurückkommt. Die Ältesten zusammen mit Aaron und Hur sollen dem Volk schauen, und wenn jemand eine Rechtssache oder andere Frage hat, soll er sich an sie wenden.  

 

Mose ging mitten in die Wolke hinein und stieg auf den Berg und blieb auf dem Berge vierzig Tage und vierzig Nächte.

 

 

Der Erscheinungs-Gott auf dem Berge Sinai, Gebote Abgabe und Gesetze
ist das Fundament und Grundlage für alle, die an den HERRN glauben

 

Parashat Mishpatim beginnt mit dem Satze: "Dies sind die Rechte, die du ihnen sollst vorlegen:

Mishpat - in Hebräisch bedeutet: Satz und Gericht / Rechte, jeder Satz soll beim Gericht genau und gerecht ausgesprochen, studiert werden. Die Verwendung des Begriffs "Mishpatim/Rechte", im Unterschied zu den "Gesetzen" der "Gebote / Mitzwot" weist darauf hin, dass diese Gebote erforderlich sind, durch den eigenen Verstand zu lernen und zu verstehen.

Das Judentum ist eine wunderbare Kombination zwischen Abgabe der ewigen Universalität der Zehn Gebote, sowie den praktischen Gesetzen für die Alltagsregelung. Parashat Mishpatim nach Parashat Jitro spricht von den grossen Ideen Gottes, in Bezug auf das praktische in unserem Leben. Eine besondere und einzigartige Tora/Lehre, die auf der Ebene von Geistig-/und Bodenständigkeit aufgebaut ist.

Wie bekannt ist, gibt uns die Thora Anweisungen für alle Völker, jüdische Lebensabschnitte/Bereiche, auch in Bezug auf die Zivilgesetze, wie Streitigkeiten und Verletzung bis zum Schadenersatz zu befolgen.

In der Tora gibt es keine Trennung von religiösen, privaten und geschäftlichen Belangen. Thora und Halacha regeln sogar, wie der Mensch sich im Beruf bzw. auf Geschäftsebene zu verhalten hat. Ein Beispiel: Kein religiöser Mensch soll sich als Kaufmann zu seiner Kundschaft schlecht verhalten.

Die Parasha enthält viele Gebote und Gesetze. Diese Gebote sind eine Fortsetzung zu den Zehn Geboten, welche am Ende von Parashat Jitro erwähnt wurden. Die Zehn Gebote mit den Zivilgesetzen und dem Schadenersatz bilden zusammen das „Buch des Bundes“, in dem der Bund zwischen den Israeliten und Gott geschlossen wurde. Am Ende der Parasha erfahren wir von den Geboten zwischen Menschen und Gott, die den Bund in seiner Vollkommenheit und auf allen Ebenen erfüllt. 

 

Parashat Mishpatim behandelt viele Gebote und Gesetze und beginnt mit dem Gesetz für die Sklaven.
Ein jüdischer Sklave arbeitet sechs Jahre und wird im siebten Jahr freigelassen, so wie G-tt in sechs Tagen die Welt erschuf und am siebten Tag ruhte. Danach kommen noch mehr Beispiele.

Ein weltweit viel zitierter Satz aus Parashat Mishpatim ist: "Auge um Auge, Zahn um Zahn." In der Presse lesen wir den Satz häufig in Verbindung mit der israelischen Armee und den Palästinensern. Wer "Auge um Auge, Zahn um Zahn" als Rache interpretiert, der irrt gewaltig. "Auge um Auge, Zahn um Zahn" heisst also nicht, dass wer jemandem ein Auge aushackt, seines nun auch verliert.
Vielmehr geht es um Schadenersatz. Wird jemandem ein Schaden zugefügt, bekommt er finanziellen Schadensausgleich. Auge/Ain bedeutet in hebräischer Quelle.

Auge im Auge, Zehn um Zehn“ bedeutet beim Schadenersatz z.B. Wenn ein Ochs bei anderem Feld verletzt oder gestorben ist, soll der Feldbesitzer dem Ochs mit der gleichen Quelle also mit einem anderen Ochs ersetzen. Aber wenn ein Sklave Besitzer seinen Sklaven schlägt und deswegen der Sklave nicht mehr arbeiten kann und in Folge seine Familie nicht ernähren kann, soll der Besitzer für die Familie bis ihr Lebensende sorgen/die Kosten dafür übernehmen/bezahlen mit dem damaligen Wert des Elfenbein heute mit Geld.

Hand – Bedeutet Handreichen, Unterstützen wie einen Kranken pflegen, oder den Armen Essen geben.

Fuss- kommt vom Wort Hergel/Gewohnheit/Brauch- wenn man im Ausland etwas Kauft, und zahlt für Menge/Mass, und es gibt unterschiede Masseinheiten, man glaubt nicht die Menge zu erhalten die er bezahlt hat. Und sie gehen damit vor einen Richter. Es gilt die Masseinheit das Land wo man gekauft hat.
etc. 

 

Kein Vergehen wird so häufig in der Thora erwähnt wie der Götzendienst.
Das schlimmste Vergehen überhaupt. Wer andere Götter anbetet, der erkennt G-ttes Einzigartigkeit und seine Erschaffung der Welt nicht an. Die Thora verbietet uns, die Namen fremder Götter auch nur auszusprechen (2. Buch Mose 23:14).

 

Gott hat die Schöpfung und den Menschen erschaffen, um ihm Gutes zu tun, gegeben mit einer Zielvorgabe, wie der HERR die Menschheit mit Hilfe der Tora, als Wegweisung die gesamte Menschheit zu führen und wie wir an dieses Ziele kommen können.

Eine Zielsetzung für die Menschheit als Ganzes, für Völker und für jede Person, wie für jede Epoche. Der Glaube gibt dem Menschen enorm viele Kräfte und Eigenschaften dazu, um seinen Zweck des Lebens zu erreichen. Jeder hat seinen eigenen persönlichen Weg, wie ein Zahnrad im Getriebe, wenn er sich von seinem persönlichen Standpunkt heraus aufgebaut hat, baut er auf diese Weise auch sein Volk und die gesamte Menschheit auf.

Wir als Menschen müssen uns einfügen. Gemäss der Bibel haben wir die Wahl dies mit eigenem Willen zu tun (auf friedliche Weise, oder durch den steinigen Weg). Egal welchen Weg wir gehen, am Schluss kommt jeder, einzeln und somit die ganze Menschheit an Gottes Ziel. Der kürzeste und schnellste Weg dies zu erfahren, ist durch Gottes Weg, der uns in der Tora mit gesamten Gesetzen beschrieben ist. 

 

Sabbat shalom umvorach!

Gesengter Sabbat Frieden und Lieben über alle!

 

Gottes Herrlichkeit in seiner Schöpfung und in seinem Gesetz

Psalm 19/8

Das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele.
Das Zeugnis des HERRN ist gewiss und macht die Unverständigen weise.
Die Befehle des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz.
Die Gebote des HERRN sind lauter und erleuchten die Augen. 
Die Furcht des HERRN ist rein und bleibt ewiglich.
Die Rechte des HERRN sind wahrhaftig, allesamt gerecht.
Sie sind köstlicher als Gold und viel feines Gold,
sie sind süßer als Honig und Honigseim

 

Lass dir wohlgefallen die Rede meines Mundes
und das Gespräch meines Herzens vor dir, HERR,
mein Fels und mein Erlöser.
AMEN!

 

 

 

Haben Sie es genossen, schicken Sie die Parasha dieser Woche an Ihre Freunde und Bekannten weiter.

Tamara Güller

 

Werden Sie jetzt Mitglied

und profitieren Sie!