8 Parashat Emor/Sage   פָּרָשַׁת-אֱמֹר

 

Parashat „Emor/sage“ ist der achte Parasha/Abschnitt von 3. Buch Mose. Die Parasha beginnt mit 3. Mose, Kapitel 21, Vers 1 und endet im Kapitel 24, Vers 23.

 

Der Name der Parasha stammt aus das Wort: 3. Mose - Kapitel 211 Und der HERR sprach zu Mose: Sage den Priestern, Aarons Söhnen, und sprich zu ihnen: Ein Priester soll sich an keinem Toten seines Volkes verunreinigen

 

Die Parashat Emor beschäftigt sich mit verschiedenen Gesetzen, darunter bringt sie zum ersten Mal in der Bibel die Liste der jüdischen Feiertage, die wir jedes ganze Jahr feiern.

 

Praktisch alle Gesetze beziehen sich nur für Kohanim / Priester und für das israelische Volk.

 

Nicht Juden, welche nach der Thora leben möchten, sowie nach den Gesetzen der Noachiden, welche die Gebote vom Schöpfer direkt als Gebot erhielten, lernen möchten: können alle Sätze wo geschrieben steht: „auch ein Fremdling, der unter euch ist“, lernen und halten.
Zum Beispiel den Sabbat feiern, dies dürfen sie nicht wie das jüdische Volk es feiert, sondern nur die spezifischen Gebote, wo es geschrieben steht. (Lese: Sabbat unten) 

 

Der Thora - Abschnitt Emor /"Sprich" beginnt mit den Gesetzen für die Kohanim / Priester, den Cohen Gadol / Hohepriester, und dem Tempel Dienst.

Ein Kohen darf sich nicht durch Berührung einer Leiche rituell verunreinigen, es sei denn für einen nahen Verwandten ersten Grades: Eltern, Söhne, Brüder und unverheiratete Schwestern.

Ein Kohen darf weder eine Geschiedene noch eine promiskuitive Frau heiraten. Er darf nur eine Jungfrau heiraten.

Ein Kohen, der eine körperliche Verformung hat, kann nicht im Heiligen Tempel dienen. Ein verkrüppeltes Tier kann nicht als Opfer dargebracht werden.

 

Der Hohepriester

Der Hohepriester, der sich auf einer höheren Stufe der Heiligkeit befindet als der Priester, hat andere Gesetze als sein Bruder:

Er darf nicht einmal mit den verstorbenen Verwandten ersten Grades verunreinigt werden. Er darf sich auch nicht nach seinem Tod die Kleidung vom Körper reissen, wie es bei normaler Trauer in der Familie der Fall ist, als ein Zeichen der Trauer, oder die Kopfhaare zur Trauer Zeichen schneiden.

Auch nach dem Tod seiner Angehörigen muss er weiter im Tempel arbeiten, so wie Aaron weitergearbeitet hat, nachdem seine beiden Söhne im Dienst gestorben waren.

Eine verwitwete Frau gilt für ihn ebenfalls als nicht passend. Er darf nur eine Jungfrau heiraten.

 

Die Priester Familien und ihr Eigentum

Es gibt verschiedene Opfergaben, welche nur für Kohanim erlaubt, sowie bestimmt zu Essen sind, und diese darf ein Fremder nicht essen, aber seine Diener und seine Frauen dürfen es essen. Die Tochter des Cohen darf auch die Opfergabe essen, aber wenn sie einen Mann heiratet, der kein Priester ist, ist es für sie somit verboten diese zu essen; Wenn ihr Mann verstorben ist und sie keine Söhne hat, darf sie die Opfergabe erneut im Hause ihres Vaters essen.

Ein neugeborenes Kalb, Lamm oder Zicklein muss sieben Tage lang bei seiner Mutter bleiben, bevor es als Opfer dargebracht werden kann. Man darf ein Tier und sein Muttertier nicht am selben Tage schlachten.

 

Im zweiten Teil von Emor erfahren wir über die jährlichen Gesetze und die Feste im Jüdischen Kalender

  • Das erste, was jede Woche stattfindet, ist der Shabbat.
    "Sechs Tage sollst du arbeiten, und am siebten Tag sollst du einen Shabbat der heiligen Rezitation haben."

     
  • Das Pessach - Opfer am 14. Nissan, das am 15. Nissan beginnende siebentägige Pessach-Fest.
     
  • Das Omer-Gabe von der ersten Gerstenernte am zweiten Tag vom Pessach-Fest, sowie das danach beginnende, 49-tägige Omer-Zählen, das im Schawuot - Fest am 50.ten Tag gipfelt.
     
  • Eine "Erinnerung des Schofarblasens - Rosh ha Shana" am 1. Tischrei.
  • Versöhnungstag - Jom Kippur - ein feierlicher Fastentag am 10. Tischrei,
     
  • Das Laubhüten Fest - das siebentägige Sukkot - Fest, an dem wir sieben Tage in Laubhütten wohnen und die "Vier Arten" schwingen sollen, vom 15. Tischrei, und der sofort darauffolgende Feiertag am "achten Tag" von Sukkot, Schmini Azeret.

 

Dann wird das Anzünden der Menora im Tempel beschrieben, sowie das Schaubrot, das jede Woche auf den Tisch gelegt wird.

Am Schluss wird besprochen, wie ein Mann für seine G-ttes Lästerung exekutiert wird, sowie die Strafen für Mord, Totschlag, Körperverletzung und Sachschaden durch Bezahlung zu kompensieren.

 

Shabbat

Der Shabbat ist ein zentrales Gebot in der Bibel, sogar wichtiger als die Nächstenliebe. Wenn wir Shabbat halten, zeigen wir, dass wir Gott lieben. Es ist einfach, Gott bei Gebet zu sagen, dass man IHN liebt, aber Taten, die Liebe an IHM zeigen, sind mehr als nur Worte.

 

Der Sabbat bringt die gesamte Schöpfung zu ihrer Wurzel zurück
(…) und vollendet die Absicht des Ewigen bezüglich der Schöpfung
(…) Dass die Gottesfurcht in jeder Situation auf dem Angesicht des Menschen liege. Dies geschieht durch den „Sabbat“ genannten Punkt der Innerlichkeit, dem Ursprung aller Lebendigkeit und Vitalität.

 

Sabbat zu halten, dies wurde an mehreren Stellen in der Thora angeordnet und definiert.

Am Berg Sinai hat Gott einen Ewigen Bund mit dem Volk Israel, den Shabbat als Zeichen, so wie der Herr der Schöpfung in 6 Tagen die Welt erschaffen hat und in am siebten Tag ruhte.

 

 2. Mose - Kapitel 31/15-17

טו שֵׁשֶׁת יָמִים יֵעָשֶׂה מְלָאכָה וּבַיּוֹם הַשְּׁבִיעִי שַׁבַּת שַׁבָּתוֹן קֹדֶשׁ לַיהוָה כָּל-הָעֹשֶׂה מְלָאכָה בְּיוֹם הַשַּׁבָּת מוֹת יוּמָת.  טז וְשָׁמְרוּ בְנֵי-יִשְׂרָאֵל אֶת-הַשַּׁבָּת לַעֲשׂוֹת אֶת-הַשַּׁבָּת לְדֹרֹתָם בְּרִית עוֹלָם.  יז בֵּינִי וּבֵין בְּנֵי יִשְׂרָאֵל אוֹת הִוא לְעֹלָם  כִּי-שֵׁשֶׁת יָמִים עָשָׂה יְהוָה אֶת-הַשָּׁמַיִם וְאֶת-הָאָרֶץ וּבַיּוֹם הַשְּׁבִיעִי שָׁבַת וַיִּנָּפַשׁ.

 

15. Sechs Tage soll man arbeiten/Melacha; aber am siebenten Tag ist Shabbat, die heilige Ruhe des HERRN. Wer eine Arbeit/Melacha tut am Shabbat Tag, der soll des Todes sterben. 

16. Darum sollen die Kinder Israel den Shabbat halten, dass sie ihn auch bei ihren Nachkommen halten zum ewigen Bund.

17. Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel. Denn in sechs Tagen machte der HERR Himmel und Erde; aber am siebenten Tage ruhte er und erquickte sich. 

 

Vergleichen wir das Zitat in Hebräisch und die Übersetzung in Deutsch zu einem besseren Verständnis:

Sechs Tage soll man arbeiten; aber am siebenten Tag ist Shabbat, die heilige Ruhe des HERRN. Wer eine Arbeit tut am Sabbattag, der soll des Todes sterben. 

 

In Hebräisch steht „wer eine MELACHA- tut. Es gibt in Hebräisch zwei verschiedenen Ausdrucksweisen für Arbeiten;

Melacha/Werken     kommt von Stammwort / Wurzel Melech - König

Avoda/Arbeiten:        kommt von Stammwort / Wurzel Eved - Sklave / Arbeiter

 

Der HERR verlangt, man soll keine Melacha, dies bedeutet nicht unbedingt etwas was Schweiss und Mühe macht, sondern etwas erschaffen - wie die Schöpfung zum Beispiel, keine Tiere töten - weil man sein Seele rausnimmt, oder keine Pflanze pflücken, da man hiermit dessen Wachstum stoppt.

 

Das jüdische Volk muss sich an die Anweisungen halten, und heilig sein. So wie die Priester ihre Vorschriften haben, hat auch das Volk andere Vorschriften als die anderen Nationen erhalten.

Das jüdische Volk darf den Shabbat halten indem das Volk alle Melachot die im Tempel gemacht werden, am Shabbat nicht tun dürfen. Für die anderen Nationen, außer die Opfergabe - (diese nur Priester an einem dafür bestimmten Ort durchführen dürfen.

 

Freitagabend:

Kabbalat Sabbat – Empfang des Sabbats

Der Sabbat beginnt mit dem Kerzenzünden am Freitagabend. Damit wird der (nicht ganz einfache) Übergang von den Tätigkeiten des Werktags in die Sabbat-Ruhe gekennzeichnet. Die Gebete des Kabbalt Sabbat begleiten und vom Tätigkeits-Modus der Gewöhnung an den besinnlichen Sabbat-Rhythmus.

Kabbalat Sabbat beginnt mit sechs Psalmen, welche die sechs Wochentage symbolisieren. Dies ist eine Gelegenheit, die vergangene Woche an sich vorbeiziehen zu lassen und sie angesichts der Sabbat-Ruhe zum Abschluss zu bringen. Die mystische Dichtung „Lecha Dodi“ begrüsst die Königin Sabbat mit freudigen Gesang. Danach folgt ein siebenter Psalm – der Gesang der Königin Sabbat, der durch den Mund des Beters erklingt.

Kabbalat Sabbat endet mit einem achten Psalm, der die Erlösung ankündigt, die messianische Endzeit des grossen Sabbats, wenn die gesamte Menschheit in Frieden und Gottesfurcht leben wird.

 

Wie können die Nichtjüdischen Nationen den Shabbat feiern?

12. Sechs Tage sollst du deine Arbeit tun; aber des siebenten Tages sollst du feiern, auf dass dein Ochs und Esel ruhen und deiner Magd Sohn und der Fremdling sich erquicken. 
(Neu Deutsch „erquicken“: neu beleben, stärken, erfrischen" sich mit einem kühlen Getränk erquicken")

Für den Fremden - die Nationen / Noachiden da sie keine Priestervolk sind, stehet: dass sie feiern sollen, um sich zu stärken. Es steht nicht sie sollen halten oder keine Melacha/Werke tun.

 

 

Wie kann man den Siebten Tag „Shabbat“ als nicht Angehöriger des Volkes Israel feiern?

Beginnen Gott zu mit Gesang preisen, sich ausruhen und etwas tun was die Seele erfüllt, wie gutes Essen in der Natur spazieren gehen, mit seiner Gemeinde oder in der Synagoge beten, aus der Bibel und den Psalmen lesen / singen und mit Gott und der Schöpfung in Verbindung treten.

 

Man kann den Shabbat mit dem Gebet heiligen; Kidush bedeutet heiligen.

Wenn man mit Wein den Sabbat heiligen möchte, kann man Gott preisen, der alles erschaffen hat wie:

 

1 Mose Kapitel 2:

  1. Und Gott vollendete am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von all seinen Werken, die er machte.
  2. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, dass er an demselben geruht hatte von allen seinen Werken, die Gott schuf und machte.

 

Und anschliessend:

Psalm 92 / 1 Ein Psalm. Ein Lied für den Sabbattag
2 Das ist ein köstlich Ding, dem HERRN danken
und lobsingen deinem Namen, du Höchster,
3 des Morgens deine Gnade
und des Nachts deine Wahrheit verkündigen
4 auf dem Psalter mit zehn Saiten,
auf der Harfe und zum Klang der Zither.
5 Denn, HERR, du lässest mich fröhlich singen von deinen Werken,
und ich rühme die Taten deiner Hände.
6 HERR, wie sind deine Werke so groß!
Deine Gedanken sind sehr tief.
7 Ein Törichter glaubt das nicht,
und ein Narr begreift es nicht.
8 Die Gottlosen grünen wie das Gras, /
und die Übeltäter blühen alle –
nur um vertilgt zu werden für immer!
9 Aber du, HERR, bist der Höchste und bleibest ewiglich.
10 Denn siehe, deine Feinde, HERR,
/ siehe, deine Feinde werden umkommen,
und alle Übeltäter sollen zerstreut werden.
11 Aber du erhöhst mein Horn wie bei einem Wildstier
und salbst mich mit frischem Öl.
12 Mit Freude sieht mein Auge auf meine Feinde herab
und hört mein Ohr von den Boshaften,
die sich gegen mich erheben.
13 Der Gerechte wird grünen wie ein Palmbaum,
er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon.
14 Die gepflanzt sind im Hause des HERRN,
werden in den Vorhöfen unsres Gottes grünen.
15 Und wenn sie auch alt werden,
werden sie dennoch blühen,
fruchtbar und frisch sein,
16 dass sie verkündigen, dass der HERR gerecht ist;
er ist mein Fels und kein Unrecht ist an ihm.

 "Gesegnet sei der HERR Amen! Gelobet sei Gott der HERR,
der Gott Israels, der allein Wunder tut;
und gelobet sei sein herrlicher Name ewiglich;
und alle Lande müssen seiner Ehre voll werden! Amen!"

 


Shabbat Shalom umvorach!
Friedliche und gesegnete Shabbat!

 

 

Er ist interessant: Melacha - Avoda.

So, wie Du es beschreibst, was die Nicht-Juden tun dürfen und was nicht, ist interessant und ich habe es noch nirgends so gelesen.

Ist jetzt Feuer machen, bzw. TV, Handy, usw. anstellen, für Goyim am Schabbat kein Problem?

 

Gute Frage!

Meiner Kenntnis nach aus Shulchan Aruch/jüdische Gesetzt für Sabbat, dass diese Gebot bezieht sich nicht für die Gojim. Der Satz in der Tora bestätigt es auch.

Mose 2. Kapitel 35/B Parashat Truma:
ב שֵׁשֶׁת יָמִים, תֵּעָשֶׂה מְלָאכָה, וּבַיּוֹם הַשְּׁבִיעִי יִהְיֶה לָכֶם קֹדֶשׁ שַׁבַּת שַׁבָּתוֹן, לַיהוָה; כָּל-הָעֹשֶׂה בוֹ מְלָאכָה, יוּמָת.  ג לֹא-תְבַעֲרוּ אֵשׁ, בְּכֹל מֹשְׁבֹתֵיכֶם, בְּיוֹם, הַשַּׁבָּת.  {

 

Die Sabbatordnung/2 Mose 2. Kapitel 35/B Parashat Truma:

1 Und Mose versammelte die ganze Gemeinde der Israeliten und sprach zu ihnen: Dies ist's, was der HERR geboten hat, dass ihr es tun sollt: 

2 Sechs Tage sollt ihr arbeiten. Am siebenten Tag aber sei für euch Sabbat, ein Ruhetag, heilig dem HERRN. Wer an diesem Tag arbeitet/melacha/werkt, soll sterben. 

3 Ihr sollt kein Feuer anzünden am Sabbattag in allen euren Wohnungen.

 

Kol haose bo melacha/Werke, mot jumat, 3. Lo tevaaru Esh bechol Moshvotechem beJom haShabat.

Der HERR verlangt, man soll keine Melacha tun

Und -Moshav- kommt von das Wort Sitzen-in alle euer Siedlungen/Wohnungen gemeint.

 

Also bezieht sich nur für die Juden/Israeliten als Priestervolk sollten sie am Sabbat keine Melacha etwas zu erschaffen, somit auch keine Feuer- die man auch im Tempel gemacht hat. Und wie Gott am ersten Tag das Licht erschaffen hat und am Sabbat hat er gestreikt von alle Melacha/Werke die er Machte.

 

Die Völker die nicht Priester sind- sind nicht gemeint. Es wurde auch nicht „auch ein Fremdling, der unter euch ist“ geschrieben, und somit sind sie befreit.

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