Parashat MATOT פָּרָשַׁת-מַטּוֹת

Parashat MATOT פָּרָשַׁת-מַטּוֹת

Parashat MATOT פָּרָשַׁת-מַטּוֹת

 

Parashat „MATOT“ beginnt mit 4. Mose, Kapitel 30, Vers 2 und endet mit Kapitel 32, Vers 42

 

Die Parascha beginnt mit den folgenden Satz: 2 Und Mose redete mit den Häuptern der Stämme Israels und sprach: Dies ist's, was der HERR geboten hat: Wenn jemand dem HERRN ein Gelübde tut oder einen Eid schwört, sich von etwas zu enthalten, so soll er sein Wort nicht brechen, sondern alles tun, wie es über seine Lippen gegangen ist.“

Die Parscha beginnt mit Gelübden oder einem Eid, etwas was man auf sich zusätzlich aufnimmt, was der Tora von ihn nicht verlangt, sowie ihrer Bedeutung.
Mose versammelt die Menschen und überträgt ihnen die Gesetze der Gelübde. Er betont vor den versammelten Menschen, dass jeder, der ein Gelübde oder Eid ablegt, wie die Gebote der Tora verbindlich ist und erfüllen muss.

„14 Jedes Gelübde und jeden Eid, durch den sie sich Enthaltung auferlegt hat, kann ihr Mann bekräftigen oder aufheben“

Vater einer Tochter und ein Ehemann sind berechtigt, auf die Gelübde seiner Töchter/Frau eine Enthaltung aufzuheben. Wenn der Ehemann oder der Vater das Gelübde hört und es nicht aufhebt, müssen die Gelübde/Eid der Töchter/Frau erfüllt werden.

 

 

Der Krieg gegen Midianiten

„Übe Rache für die Israeliten an den Midianitern, und danach sollst du versammelt werden zu deinen Vätern.“,

Gott befiehlt Mose, gegen die Midianiter in den Krieg zu ziehen. Um sie für ihren Versuch, Israel Schaden zuzufügen zu rächen. Moshe rekrutiert 12.000 Soldaten, 1.000 von jedem Stamm, und schickt sie in den Krieg mit Pinhas, dem Sohn des Priesters Eleasar, samt die heiligen Artefakte und die Kriegstrompeten. Sie töten die Könige von Midian und die Männer im Lager, fesseln die Frauen und Kinder, verbrennen die Städte und kehren mit einer grossen Beute in ihren Händen zum Lager zurück.

Als Moshe feststellt, dass sie die Frauen am Leben gelassen haben, wird er wütend und ruft sie an:“ 16 Siehe, haben nicht diese die Israeliten auf Bileams Rat hin vom HERRN abtrünnig gemacht in der Sache mit Peor, sodass der Gemeinde des HERRN eine Plage widerfuhr".
Gemäss seinem Befehl töten die Soldaten alle Frauen.

Um sich vom Ureinheit den Toten zu entsündigen, befiehlt Moshe den Soldaten, sieben Tage ausserhalb des Lagers zu warten. Ausserdem müssen sie die Kleidung, Waffen und Bäute ebenfalls geistig von Unreinheit entsündigen/Reinigen.

Elazar, der Hohepriester, erklärt ihnen die Prozedur der Reinigungsrituale/wie sie die Waffen und die Beute reinigen sollen. Waffen oder Beute die direkt mit Feuer verwendet werden, müssen in Brand gereinigt werden. Waffen und Baute die zum Kochen von Flüssigkeiten verwendet werden, sollten in kochendem Wasser gereinigt werden, und alle Gefässe müssen getauft werden, um sie von der Unreinheit der Götzendienste zu reinigen.

 

Dr. Zwi Braun Zeitlos Aktuell: „Feuer ist auch eine Metapher für Zorn. Und Zorn ist die Ursache, warum bei diesen Vorschriften sich der Priester Elasar un nicht Mosche selbst a die Heeresleute wendet. Raschi bemerkt, dass wir in der Tora drei Stellen finden, wo Mose in Zorn gerät und als unmittelbare Folge nicht in der Lage ist, sich an eine Gesetzesvorschrift zu erinnern, bzw. korrekt zu handeln. Im Vers 14 unseres Kapitels lesen wir: „Da zürnte Mose über die Heeresoffiziere…„ Daher erinnerte er sich nicht an die Gesetze bezüglich des Kaschern. Die zwei anderen Stellen betreffen 3. Mose10 17 (Tod von Nadav und Avihu) und 4. Mose 20, 10 (Mose gerät in Zorn und schlägt den Felsen, statt zu ihm zu sprechen). Indem die Tora uns schildert, wie dem Grössten aller Propheten Zorn zum Verhängnis wird, warnt sie uns vor dieser schädlichen Emotion, dem „unreinen Feuer“, wie es in der Sprache der Kabbala heisst.

Der Schulchan Aruch über gute Eigenschaften – Orach mescharim von Rabbi Menachem Ben Avraham – widmet dieser Leidenschaft, die es zu bändigen gilt, ein ganzes Kapitel:
          Zorn ist eine sehr schlecht Eigenschaft, denn abgesehen davon, dass sie keinen nützen bringt, führt sie zu zahlreichen furchtbaren Schäden. Unsere weise bemerkten, dass Menschen, welche leicht erzürn bar sind, kein lebenswertes Leben führen. Ein Weiser verliert seine Weisheit, ein Prophet seine Gabe der Prophetie, und hat der Himmel ihn für Grosses vorgehen, so stuft man ihn zurück. Er vergisst sein Wissen und seine Dummheit nimmt zu. Jeder, der in Zorn ger$t, befindet sich in der Gewalt des Gehinnom/Hölle, und selbst die Schechina/Bewohnerin/Gott zählt für ihn nicht. Die Weissen haben festgehalten, dass der jenige, der im Zorn seine Kleider zerreisst, Gegenstände zerbricht und sein Geld verschleudert, Als Götendiener zu betrachten ist. Jähzorn verhindert die Teshuva/Versöhnung und wer nicht in Zorn gerät, den leibt der Ewige. Obwohl bei anderen Midot/Tugend der Mittelweg angebracht ist, so gilt es bei Zorn und Hochmut sich völlig davon zu distanzieren, bis man nicht mehr in Zorn gerät.“

 

Gehe hin zur Ameise, du Fauler; siehe ihre Weise an und lerne! (Spruche 6)

Eine Möglichkeit, wie der Mensch seine Tugenden korrigieren kann, besteht darin, die Natur zu beobachten. Der Weise schlägt dem Faulen vor, sich die Ameisen anzusehen - diese Beobachtung wird ihn zum Besseren beeinflussen.

 

Verteilung der Beute

Die Kriegsbeute, sagt der Schöpfer der Welt zu Moses, muss in zwei gleiche Teile geteilt werden. Ein Teil wird an die Soldaten vergeben, der andere Teil an die übrigen Angehörigen der Heimatfront.

Von diesen Teilen müssen die Empfänger den Priestern und Leviten eine bestimmte Summe geben. Die Soldaten werden dem Priester Elazar (1 von 500) 0,002 des Eigentums geben, und das Volk im Hintergrund wird den Leviten (1 von 50) 0,02 geben. Die Teilung wird durchgeführt und die Tora listet die verschiedenen Beträge auf, die von der Kriegsbeute erhalten wurden.

 

Als Zeichen des Dankes an den Schöpfer der Welt für den erfolgreichen Krieg und für die Tatsache, dass niemand im Krieg verletzt wurde, bringen die Kriegsoffiziere die verschiedenen Goldschmuckstücke als Opfergabe mit.

 

 

Auf eigne Wünsch erhalten die Stämme Gad und Ruben ihrem Erbe auf die östliche Seite das Jordantal

Der Stamm Gad und der Stamm Ruben hatten grosse Schafherden. Als sie das Land Gilead/Golan Höhe sehen, welches östlich des Jordan liegt - von einem Land reich an Feldern für ihre Schafherden, bitten sie Moshe, das Land für das Erbe zu erhalten anstatt ihren Landanteil in Israel zu erben.

Moshe fürchtet, dass sie um eine Entschuldigung bitten, das Gelobte Land nicht zu betreten, und ruft: "Ihre Brüder sind in den Krieg gezogen, um das Land zu erobern, und Sie werden hier sitzen?" Er erinnert sie an die Geschichte der Spione und die bitteren Folgen: Die Generation der gesamten Spione wurde bestraft und starb in der Wüste. "Warum wollt ihr wie eure Väter sündigen?"

Aber die Stammesangehörigen erklären Mose, dass sie bereit sind, gemeinsam mit ihren Brüdern in den Krieg zu ziehen, um das Land zu erobern. Sie werden Städte für Schafe und Kinder bauen und ihre Reise in das Land Israel fortsetzen. Erst wenn die Eroberung des Landes abgeschlossen ist, kehren sie in ihre Städte zurück.

Moshe billigt ihre Bitte und warnt sie, ihr Versprechen zu halten und bei der Eroberung des Landes zu helfen.

 

Priorität richtig einsetzen

 

Die Thora schreibt uns die Gebote - von leicht zu schwereren:

  • Wir müssen Gott emotional lieben ("dein Herz"),
  • Wir müssen bereit sein, wenn es nötig ist unser Leben dafür einsetzen/Kämpfen. (Nfshelcha/deiner Seele"),
  • Und sogar müssen wir bereit sein, unser gesamtes Geld, um diesen Zweck zu erfühlen, zu investieren! ("MeOdecha").

 

Die Israeliten sind nach vierzigjähriger Wanderung in der heissen Wüste, nach schwierigen und abwechslungsreichen Prüfungen, stehen sie nun am Jordan und bereiten sich auf den lang erwarteten Einzug in das Land Israel vor. Dies ist einer der besonderen Momente in der gesamten jüdischen Geschichte.

In diese spannende Moment erklären die Stamm von Ruben und von Gad öffentlich, dass sie es vorziehen würden, ein grösseres und schöneres Erbe zu erhalten, obwohl es nicht innerhalb der Grenzen des Landes Israel liegt!

Die Stämme von Ruben und Gad hatten einen langen Weg zurückgelegt, aber tatsächlich blieben sie geistig weit zurück. Sie widmeten ihre volle Aufmerksamkeit den materiellen Zielen, anstelle dass die spirituelle Seite die Hauptsache sein sollte.

Die Gemara berichtet, dass später, als die Stämme Ruben und Gad den grossen Reichtum sahen, der auch im Land Israel herrschte, sie ihre Entscheidung bedauerten.

Aber ihre Geschichte hat ein noch traurigeres Ende eingenommen: Als der König von Assyrien, die Israeliten zum ersten Mal in den Tagen des Ersten Tempels aus ihrem Land verbannte, waren sie die ersten Stämme, die gezwungen waren ihre Häuser zu verlassen.

 

Theoretisch sind wir alle in der Lage, die richtigen Prioritäten im Leben zu erkennen. Manchmal fallen uns jedoch andere Dinge auf, die unsere Aufmerksamkeit auf sehr marginale Ziele lenken.

 

 

Was können die Ziele oder die Lehre dieses Abschnittes sein?

Es ist bekannt, das die Tora Geschehnissen und ihr Folge nicht mit rein Geschichte/Historien zu tun haben, sondern dienen einem Zweck, den Folk für Tausende von Jahren auf die Kurzfristig sowie Langfristen Aufgabe und Bestimmungsweg vorzubereiten. Es kann kein Zufall sein, dass man in dieser Zeit wo alle Stämme stehen vor ihrer Reisen Ziel die Eroberung Israel, erhalten sie die Gelübde und Eid Gebote und gleich danach ziehen sie noch zu letzten Krieg ausserhalb Israel und üben die Reinheit und Beuteverteilung Reglung.

 

Was können die Ziele dieser letzten Vorbereitung sein?

Kann es sein, das Gottes Zweck dazu diente, dem Folk damit die Weisheit und Stärke zu verleihen, welche sie brauchten?

Damit sie den Eid/Bund, den sie in Sinai mit Gott eingegangen sind, nicht aus den Augen verlieren? Und ihnen die Kraft geben stets in jeder Situation, welche kommen werden, den richtigen Entscheid treffen, wo jeder seine Prioritäten zum Wohle der Gemeinschaft und ihrer Zielsetzung zu stärken?

 

Sabbat shalom umvorach!
Mögen wir alle die Kraft und Weisheit haben, mit Herz und Seele verbunden zu sein und auf die Ziele hinzuarbeiten, von denen wir uns ihrer Gerechtigkeit und Grösse sicher sind. AMEN!

 

 

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