Parashat Nitzavim פָּרָשַׁת-נִצָּבִים

Parashat Nitzavim  פָּרָשַׁת-נִצָּבִים

Parashat Nitzavim פָּרָשַׁת-נִצָּבִים

Parashat/Abschnitt „Nitzavim“ ist eine Zusammenfassung des Bündnisses, das mit Israel geschlossen wurde, welche in vorigen Abschnitten "Ki Tavo" begonnen hat.

 Parashat Nitzavim wird immer am Samstag vor Rosh Hashana/(jüdisches Neu Jahr) vorgelesen. Die Folge öffnet die letzten vier Einheiten der Thora – „vaJelech“, „haAazinu“ und „zot haBracha“ - welche auch die vier kürzesten Abschnittlesung der Thora sind.

Dies ist auch eine Schliessung des Kreises, der sich im Abschnitt "ReEh" öffnete. Dies ist eine Zusammenfassung des Bundes: Gott hat uns einen Segen und einen Fluch gegeben und wir müssen uns für das Leben (Segen) entscheiden.

 

Die Parashe/Abschnitt setzt das Thema der Erneuerung des Bundes zwischen dem Volk Israel fort. Nach dem vorangegangenen Abschnitt in der die Segnungen und Flüche detailliert dargelegt wurden, wird in diesem Abschnitt betont, dass das Bündnis für die gesamte Nation als eine Einheit gilt, sowie für den jeden Einzelnen.

Mose macht dem Volk klar, dass die Tora auch den zukünftigen Generationen gegeben wurde und bindet nicht nur Sie (die Anwesenden), sondern alle Generationen, welche nach ihnen kommen werden.

 

Parashat/Abschnitt „Nitzavim“ beginnt mit 5. Mose, Kapitel 29, Vers 9 und endet im Kapitel 30, Vers 20. 

 

Die Parascha beginnt mit den folgenden Sätzen:
9 Ihr steht heute alle vor dem HERRN, eurem Gott, die Häupter eurer Stämme, eure Ältesten, eure Amtleute, jeder Mann in Israel, 10 eure Kinder, eure Frauen, dein Fremdling, der in deinem Lager ist, dein Holzhauer und dein Wasserschöpfer, 11 damit du trittst in den Bund des HERRN, deines Gottes, und unter den Eid, den der HERR, dein Gott, dir heute auflegt, 12 dass er dich heute zum Volk für sich erhebe und er dein Gott sei, wie er dir zugesagt hat und wie er deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat.  13 Denn ich schließe diesen Bund und diesen Eid nicht mit euch allein, 14 sondern mit euch, die ihr heute hier seid und mit uns steht vor dem HERRN, unserm Gott, wie auch mit denen, die heute nicht mit uns sind. 

 

Bündnis mit dem Schöpfer

Vor seinem Tod berief Moshe Rabbeinu/unserer Rabbiner das Volk Israel ein, um ein besonderes Bündnis mit dem Schöpfer der Welt einzugehen und seine Gebote zu erfüllen. Er beginnt mit der Erklärung, dass "Sie alle heute vor dem Herrn, Ihrem Gott, stehen: die Häupter, Stämme, Ältesten, Amts Leute, jeder Mann in Israel, Kinder, Frauen, Fremdling, der im Lager ist, Holzhauer und Wasserschöpfer.

Mose warnt die Israeliten, dass Verletzung des Bundes und einen andern Gott anbeten, findet keine Vergebung und kann nicht ungestraft bleiben. Die Folge solch einer Tat ist die Vertreibung aus dem Land Israel und das Land wird Menschenleer und eine Einöde bleiben. Erst nach dem sie sehen, dass das Land Israel zerstört wurde und im Exil ihre Taten bereuen und zu HAHSEM zurückkehren, werden sie anerkennen, dass es eine folge ihrer Taten vom Schöpfer der Welt war.

Nach diese Erkennung werden sie zu dem Schöpfer mit ganzem Herzen und ganzer Seele anbeten und zu ihm zurückkehren. Erst dann wird HASHEM das Volk Israel erbarmen und aus den Völkern sammeln und sie in das verheissene Land bringen und sie in ihr Land aus allen Himmelrichtungen zurückkehren. Darüber hinaus wird er sie mit all ihrem Handwerk und Vermögen segnen.

Mose fährt fort, dass die Tora-Gebote zwar schwer zu erfüllen sind und scheint weit davon entfernt zu sein. Sie befinden sich aber nicht im Himmel und nicht über dem Meer -, sondern sehr nahe in jedem von uns in seinem Wesen jedes Einzigen und in dem Wesen des Volkes als eine Einheit und jeder hat die Macht in sich, diesen Bund zu erfühlen.

Er betont das Prinzip der freien Wahl: Gott gibt den Menschen die Wahl zwischen Gut und Böse, zwischen Tod und Leben. Diese Wahl geht mit einer Empfehlung - " dass du das Leben erwählst und am Leben bleibst."

„Denn es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust. 15 Siehe, ich lege dir heute das Leben und das Gute vor, den Tod und das Böse…..    Ich nehme Himmel und Erde heute über euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, dass du das Leben erwählst und am Leben bleibst, du und deine Nachkommen.“

 

Die Versöhnung:
In unserer Parascha beschreibt die Tora zweimal die Rückkehr der Kinder Israel zu dem HERRN und ans Land Israel. Daraus können wir lernen, dass die Tora hier einen allmählichen Prozess der Umkehr beschreibt: Das Volk Israel wird zum Herrn zurückkehren, der Herr wird sein Herz segnen und seine Situation verbessern, und wieder wird Israel die Stimme des Herrn hören. Nachdem das Volk Israel den Prozess der Umkehr begonnen hat, wird G'tt ihm helfen und sein Herz beschneiden, um seinen geistigen Zustand zu verbessern.

 

und du dich bekehrst zu dem HERRN, deinem Gott, dass du seiner Stimme gehorchst, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von ganzer Seele in allem, was ich dir heute gebiete, 3 so wird der HERR, dein Gott, deine Gefangenschaft wenden und sich deiner erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, unter die dich der HERR, dein Gott, verstreut hat. 4 Wenn du bis ans Ende des Himmels verstoßen wärst, so wird dich doch der HERR, dein Gott, von dort sammeln und dich von dort holen 5 und wird dich in das Land bringen, das deine Väter besessen haben, und du wirst es einnehmen, und er wird dir Gutes tun und dich zahlreicher machen, als deine Väter waren. 6 Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz beschneiden und das Herz deiner Nachkommen, damit du den HERRN, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, auf dass du am Leben bleibst. …. 9 Und der HERR, dein Gott, wird dir Glück geben zu allen Werken deiner Hände, zu der Frucht deines Leibes, zu den Jungtieren deines Viehs, zum Ertrag deines Ackers, dass dir's zugutekomme. Denn der HERR wird sich wieder über dich freuen, dir zugut, wie er sich über deine Väter gefreut hat

 

Der Bund ist ein ewiger Bund über alle Generationen.

Gottes Bund mit Abraham Isak und Jacob lehrt uns, dass G-tt mit unseren Vorfahren einen ewigen Bund geschlossen hat und er diesen Bund mehrmals erneuert hat. Daraus erfahren wir, dass Gott ein Plan für die Zukunft der Menschheit hat, welcher die Juden ein wesentlicher Bestandteil dieses Plans sind.

Die moralische Lehre der Tora wurde für die ganze Menschheit gebracht und das Volk Israel die Aufgabe übernahm die monotheistische Botschaft auf der ganzen Welt zu verbreiten.

 

Das Sinai-ische Bündnis unterscheidet sich sehr von all vorigen Bündnissen.
Wenn Gott ein Bund macht, hat er einen ganz anderen Charakter. G-tt lässt im Wesens/Odem des israelischen Volkes sein Siegel ein, ein Naturgesetz, einem sogenannten "genetische Code" der Seele. Der genetische Code kann nicht ohne Schaden zu verursachen geändert werden. Er wird von Generation zu Generation weiter vererbt. Der Mensch ist ihm unterworfen, und für sein natürliches Leben muss er dementsprechend handeln, ob er will oder nicht.

 

Dies bringt jedoch die heulende Frage nicht zum Schweigen: In welchem ​​Recht?

Die Frage - "In welchem ​​Recht"? - verliert an Relevanz. Es ist ähnlich wie bei der Frage: Welches Recht gaben meiner Eltern das Atem zum Leben und haben mich geboren? Dies ist die Realität und sollte nicht geändert werden. Es ist ein Naturgesetz, und keine rechtliche oder moralische Logik wird die Naturgesetze brechen, ohne sie zu zerstören.

 

„Denn es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust.“

Mose fährt fort; "das Gebot, das ich dir heute gebiete, ist dir nicht zu hoch und nicht zu fern, Es ist nicht im Himmel, dass du sagen müsstest: Wer will für uns in den Himmel fahren und es uns holen, dass wir's hören und tun?  Es ist auch nicht jenseits des Meeres, dass du sagen müsstest: Wer will für uns über das Meer fahren und es uns holen, dass wir's hören und tun? Weil es dir sehr nahe ist, es in deinem Mund und in deinem Herzen zu tun“. Es ist in deiner Seele, in deinen Genen, in deinem inneren Selbst.

Mose schliesst die Worte des Bundes: „Ich nehme Himmel und Erde heute über euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, dass du das Leben erwählst und am Leben bleibst, du und deine Nachkommen, dass du den HERRN, deinen Gott, liebst und seiner Stimme gehorchst und ihm anhangest. Denn das bedeutet für dich, dass du lebst und alt wirst und wohnen bleibst in dem Lande, das der HERR deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, ihnen zu geben.“

 

Nach der Zeremonie verabschiedet Mose sich von den Israeliten und ernennt Josua als seinen Nachfolger. Er stellt fest, dass er an diesem Tag einhundertzwanzig Jahre alt ist und bereitet das Volk auf die bevorstehenden Schlachten der Eroberung des Landes vor. Sie dürfen diese Kriege nicht fürchten, sagt er, denn G-tt ist bei Ihnen. Er ruft Joshua an und gibt ihm ein paar Wörter in einem ähnlichen Geist.

 

Dann gibt er den Israeliten zusätzliche Gebote zur Stärkung:

Im Jahr nach dem Shmita/erlass-Jahr sollen sie sich im Tempel versammeln, wo der König dort sie anspricht und sie unter Einhaltung der Thora und der Gebote stärkt.

 

Dann ruft Gott Mose und Josua zu sich. Der Schöpfer der Welt sagt ihnen, dass der Tag nach dem Tod von Moses und den Israeliten den Weg der Tora verlassen und sich an einen anderen Gott anwenden wird. In Jenner Zeit als Folge wird Gott sie dafür sein Gesicht vor ihnen verbergen. Dann befiehlt er Moses ein Lied zuschreiben „haAzinu“/Hört Israel als Zeuge für die Kinder Israel, das in dem nächsten Abschnitt gelesen wird.

Moshe Rabbeinu schreibt alle fünf Bücher der Tora in einer speziellen Rolle, gibt sie den Priestern und befiehlt ihnen, es in der Nähe der Bundeslade abzulegen.

weiter lesen: Parashat vaJelech

 

Parashat VA-JELECH   פָּרָשַׁת-וַיֵּלֶךְ

Parashat/Abschnitt „VaJelech“ ist der kürzeste Parasha/Abschnitt in der Tora. Es wird am Sabbat zwischen Rosch Haschana/neu Jahr und Jom Kippur/Versöhnungstag gelesen.

In diesem Abschnitt nimmt Moshe Abschied vom Volk Israel. Er sagt ihnen, dass er weder mit ihnen den Jordan überqueren noch mit ihnen in das Land kommen wird. Er fährt fort, dass Josua derjenige ist, den Gott gewählt hat, um sie ins Land Israel zu führen. Mose stärkt die Israeliten, dass sie keine Angst vor dem Krieg mit den Völkern haben werden, da Gott ihnen helfen wird.

Mose stärkt Josua als seinen Nachfolger und Mose ruft nach Jeschua und sagt ihm vor den Augen von ganz Israel: „Sei getrost und unverzagt; denn du wirst mit diesem Volk in das Land gehen, das der HERR ihren Vätern geschworen hat, ihnen zu geben, und du wirst es unter sie austeilen. 

„Der HERR aber, der selber vor euch hergeht, der wird mit dir sein und wird die Hand nicht abtun und dich nicht verlassen. Fürchte dich nicht und erschrick nicht!“

 

Parashat/Abschnitt „VaJelech“ beginnt mit 5. Mose, Kapitel 31, Vers 1 und endet in demselben Kapitel 31, Vers 30. 

 

Die Parascha beginnt mit den folgenden Sätzen:
1“Und Mose ging hin und redete diese Worte mit ganz Israel.“ 2 “und sprach zu ihnen: Ich bin heute hundertzwanzig Jahre alt, ich kann nicht mehr aus und ein gehen. Dazu hat der HERR zu mir gesagt: Den Jordan hier sollst du nicht überschreiten!“3“Der HERR, dein Gott, wird selber vor dir hergehen. Er selber wird diese Völker vor dir her vertilgen, dass du ihr Land einnehmen kannst. Josua, der soll vor dir hinübergehen, wie es der HERR zugesagt hat.“

 

Mose schreibt die Tora insgesamt dreizehn Mal und gibt eine den Hohen Priester für die Bundeslade und zwölf je eins für jeden Stammältesten des Volkes. Er befiehlt ihnen auch, alle sieben Jahre am Sukkot/Laubhütte Fest das ganze Volk zum Tempel zu bringen und aus der Thora zu lesen.

 

Der Herr erzählte Mose, dass Israel in Zukunft seinen Bund mit Gott brechen wird und viele Probleme auf ihn zukommen werden. Der Herr befiehlt Moses, dies als Gedicht zu schreiben und es dem Volk zu lehren, damit er sich immer daran erinnert. Die Poesie selbst wird in der nächsten Folge erscheinen – in Parashat "HaAzinu/hört".

 

Die Parasha/Abschnitt endet mit Aufforderung an Israel, das Lied des Moses zu hören

28“Versammelt vor mir alle Ältesten eurer Stämme und eure Amtleute, dass ich diese Worte vor ihren Ohren rede und Himmel und Erde wider sie zu Zeugen nehme.“

29“Denn ich weiß, dass ihr euch nach meinem Tode sehr versündigen werdet und von dem Wege abweichen, den ich euch geboten habe. So wird euch zuletzt das Unheil treffen, weil ihr tut, was böse ist in den Augen des HERRN, und ihn erzürnt durch eurer Hände Werk.“

30“Und Mose trug vor den Ohren der ganzen Gemeinde Israel dies Lied bis zum letzten Wort vor:“

 

 

Sabbat shalom umvorach!

Am nächsten Sonntagabend feiern wir das jüdische Neue Jahr, es ist brauch es ein süsses und gutes neues Jahr, an unseren ganzen Bekanntekreis zu wünschen.
Link: Das jüdische Neue-Jahr

 

Shana – Tova umvorecht!
Das kommende neue Jahr sei ein gesegnetes, gesundes, erfolgreiches und glückliches neues Jahr voller Liebe und Hoffnung für Alle! AMEN!

 

Mehr lesen über :ROSH HASHANA 5780 ראש השנה תש"פ

 

 

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