Parashat Ki-Tissa  פָּרָשַׁת-כִּי-תִשָּׂא  

 

Parashat „Kitissa“ ist der neunte Parasha/Abschnitt von 2. Buch Mose. Die Parasha beginnt mit 2. Mose, Kapitel 30, Vers 11 und endet im Kapitel 34, Vers 35.

Der Name der Parasha stammt aus dem ersten Vers und Wort: 11 „Und der HERR redete mit Mose und sprach: 12 Wenn du die Israeliten zählst, so soll ein jeder dem HERRN ein Sühnegeld geben, um sein Leben auszulösen, damit ihnen nicht eine Plage widerfahre, wenn sie gezählt werden. 13 Es soll aber jeder, der gezählt ist, einen halben Schekel geben nach dem Münzgewicht des Heiligtums; ein Schekel wiegt zwanzig Gramm. Dieser halbe Schekel soll als Abgabe für den HERRN erhoben werden. 14 Wer gezählt ist von zwanzig Jahren an und darüber, der soll diese Abgabe dem HERRN geben. 15 Der Reiche soll nicht mehr geben und der Arme nicht weniger als den halben Schekel als Abgabe für den HERRN zur Sühnung für euer Leben. 16 Und du sollst solches Sühnegeld nehmen von den Israeliten und es zum Dienst an der Stiftshütte geben, dass es sei für die Israeliten, zum gnädigen Gedenken vor dem HERRN, zur Sühnung für euer Leben.“

 

Bei der Lesung der Parasha in der Synagoge wird die Parasha überproportional der gewöhnlichen Thoralesung aufgeteilt. In der Regel sind sieben Lesungsabschnitte- für jeden Aufstieg zur Tora eingeteilt. Der Erste liest ein Cohen, der zweite ein Levi, und den Rest fünf vom Volk Israel. In dieser Parasha wird der grösste Abschnitt an einer von Stamm Levi zugeteilt.  Der Zweck dieser Aufteilung ist es, die Geschichte der Sünde des Kalbes den Levis die meisten Aufstiege zu geben, weil der Stamm Levi nach der Überlieferung nicht in der Sünde des Kalbs mitgesündigt hat.

 

Parashat „Ki-Tissa“ enthält auch die Geschichte der Sünde des Kalbs, die später bei der Übergabe der Tora (die wir in Parashat Jetro) stattfand, sowie andere Gebote im Zusammenhang mit dem Mischkan (die wir in Parasha „Truma und Tzave, ) gelesen haben. 

Die Parasha findet 39 Tage nach dem majestätischen Status des Erhaltens der 10 Gebote ab und auf die Zeit wo die Israeliten auf die Rückkehr von Moshe gewartet haben. Als sich Mose verspätet hat, haben die Menschen sich ein goldenes Kalb erschaffen, vor dem sie sich verneigten.

Die Geschichte der Sünde des Kalbes erscheint mitten in der Parasha. Die Parasha Beginn mit dem Gebot Gottes für Moses von jedem Israeli ab zwanzig und darüber einen halben Schekel zu sammeln. Dieser Halbe Shekel wird verwendet, um die Stiftshütten zu bauen und zur Sühnung für das Leben der Kinder Israel.

 

Die Steuer für das Heiligtum

Zusätzliche Anweisungen zum Einrichten des Tabernakels:

Ein Kupferbecken sollte auf aufgebaut werden. Aus dem Wasser des Beckens werden die Priester ihre Hände und Füsse vor der Arbeit in der Stiftshütte legen.

Moshe wird ein Spezialöl namens "ein heiliges Salböl" nehmen. In diesem Öl wird er die Stiftshütte, ihre Gefässe und die Priester salben. Das Salbenöl sollte nicht für andere Zwecke verwendet werden und keine ähnliche auch sonst in der gleichen Mischung oder zu einem anderen Zweck hergestellt und verwendet werden.
„Auf keines andern Menschen Leib soll es gegossen werden; du sollst es auch sonst in der gleichen Mischung nicht herstellen, denn es ist heilig; darum soll es euch als heilig gelten. 33 Wer solche Salbe macht oder einem Unberufenen davon gibt, der soll aus seinem Volk ausgerottet werden."

Ein weiterer pflanzlicher starker Balsam ist der "Weihrauch", der aus 11 Komponenten besteht, die zweimal täglich auf den "Weihrauchaltar" gebracht werden. Ebenfalls wie mit dem Salbeiöl, soll auch kein ähnlicher Weihrauch für andere Zwecke hergestellt oder gebracht werden.

Die Verantwortlichen für den Bau des Mischkan sind: Bezalel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, und mit ihm Oholiab, den Sohn Ahisamachs, vom Stamm Dan.

Der Bau der Stiftshütte soll nicht am Sabbat, der der Ruhetag gewidmet ist, gebaut werden. Der Sabbat muss gehalten werden, weil er das Zeichen/Signal zwischen dem Schöpfer der Welt und Volk Israel ist.

Die goldenen Kalbssunde

Nachdem Gott die Tora gegeben hat, gibt er Mose zwei Tafeln, auf denen die Zehn Gebote mit dem Finger G-ttes eingraviert wurden.

39 Tage nach dem Aufstieg auf den Berg Sinai irren sich die Israeliten in ihren Berechnungen und kommen zu dem Schluss, dass Moses an diesem Tag zurückkehren muss. Als die Sonne unterging und er nicht auftauchte, wandten sie sich an Aaron und forderten: "Auf, mache uns Götter, die vor uns hergehen! Denn wir wissen nicht, was diesem Mann Mose widerfahren ist, der uns aus Ägyptenland geführt hat."

Um Zeit zu gewinnen, befiehlt Aaron ihnen, ihm ihren Goldschmuck zu geben, den er ins Feuer wirft. Der Erev-Rav/Fremdes Volk erschafft das Goldene Kalb.

„Erev-Rav/Fremdes Volk“ - ist der Name einer Gruppe, zu der Ägypten und andere Völker gehörten, welche die Israeliten auf dem Exodus begleiteten. Nach jüdischer Tradition wurden sie von Moses als integraler Bestandteil des Volkes akzeptiert. Sie haben mit dem Goldenen Kalb gesündigt und zogen auch teil des israelischen Volks in der Wüste mit ihnen zu sündigen.

„Shemot-Raba“: „Die Hauptgrund für die Sünde des Kalbs waren das Fremde Volk und der Beweis liegt in den Worten der Sünder, die sagten: "Das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägyptenland geführt haben!" und nicht "dies ist unser Gott Israel".

"Lasst uns morgen das Kalb feiern" bittet Aaron mit der Hoffnung, dass Moshe bis dahin zurückkehren wird, aber die Menschen sind früh aufgestanden, um das goldene Kalb anzubeten, Opfer zu schlachten und wild zu feiern.

Die Frage die häufig gestellt ist; wie konnten sich die Menschen, die Zeugen der zehn Plagen, des Entzweiung des Roten Meeres und des Berges Sinai miterlebt haben, abwenden und ein goldenes Kalb verehren?

Maimonides erklärt, dass Götzendienst kein einziger Schritt eines Menschen ist, sondern ein vollständiger Prozess. In der Antike schnitzten die Menschen ein Stück Stein und nannten es "die Sonne". Sie wollten Gott dafür danken, dass er die Sonne für sie geschaffen hatte. Wunderbar, aber es dauerte nicht lange, bis sie anfingen, die Sonne selbst und ihr Ebenbildnis anzubeten.

 

Das heutige goldene Kalb
Anfangs sind die Menschen immer noch sehr konzentriert und haben klare Prioritäten im Leben. Aber im Laufe der Jahre lenken Sie verschiedenen Dingen in verschiedenen Richtungen ab.

Heutzutage ist es üblich zu glauben, dass Geld, oder ein beeindruckendes äusseres Erscheinungsbild eine sichere Quelle persönlicher Zufriedenheit und innerer Freude sind. Ohne es zu merken, um sich in finanzielle Sicherheit zu finden, bring man sich unbewusst in den Inbegriff des Götzendienstes!

 

Moses Fürbitte

Nach der Midrash, hat Gott Mose gesagt, er solle die Ägypter/Fremdling nicht mitnehmen, da sie später das Volk zum Fallstrick in deiner Mitte werden. Mose gehorchte Gottes Ratt nicht, er glaubte die Fremde sind auch soweit die Tora mit den Geboten zu erhalten.

Nun sagt Gott zu Mose: "Geh stieg hinab denn dein Volk, das du aus Ägyptenland geführt hast, hat schändlich gehandelt.  Sie sind schnell von dem Wege gewichen, den ich ihnen geboten habe;“

Als Strafe für die grosse Sünde will Gott das Volk zerstören, und eine neue Nation von Moshes Nachkommen zu gründen.

Moses bittet Gott der Entschluss aufzuheben. Die Ägypter werden sagen, er behauptet, dass Er sie zu ihrem Unglück herausgeführt hat, um sie im Gebirge umzubringen und vertilgten. Darüber hinaus erwähnt er das Abrahams Recht/Versprechung, zu Isaaks und Jakobs, die Gott im ihnen einen Bund geschlossen und versprochen hat, dem Land Israel zu ihren Nachkommen abzugeben.

Moshes Bitten versüssen das Dekret und Gott kehrt sich von seinem Vorhaben zurück.

 

Mose kehrt zurück

Als Moses mit den Tafeln in der Hand vom Berg herunterkommt, trifft er seinen Diener Josua, der in der Nähe des Berges auf ihn wartet. Zum Lärm der wilden Feier sagt Joshua: "Ich höre das Geräusch des Krieges im Lager", aber Moshe korrigiert. "Es ist kein Geschrei wie bei einem Sieg, oder bei einer Niederlage, ich höre Geschrei der Verachtung“. Als er das goldene Kalb sieht, lässt er die Tafeln auf den Boden fallen und zerbricht sie.

Er verlangt von seinem Bruder Aaron eine Erklärung, warum er eine so grosse Sünde über das Volk gebracht hat. Aaron antwortete, man wisse, dass sie nicht hören was man ihnen sagt.

Alle, die mit dem goldigen Kalb gesündigt haben (Fremde und von Folk Israel) sind zum Tode verurteilt worden: Der Levi-Stamm, die einzige, welcher keinen einzigen aus ihrem Stamm mit gesündigt hat, wurde zu dieser Aufgabe ausgewellt, sie gehen um das Lager herum und töten die Sünder. Dazu verbrennt und mahlt Moses das goldene Kalb und mischt die Asche mit Wasser und zwingt die verurteilten es zu trinken, so dass es die Sünder tötet. Im Volk bricht eine Epidemie aus.

Seit der Sünde des Kalbes zieht Mose sein Zelt aus dem Lager, wo Gott es ihm offenbaren wird. Die Israeliten sehen das Ereignis aus der Ferne/ihrer Zeltlager mit tiefer Ehrfurcht.

 

Mose begehrt, des Herrn Herrlichkeit zu schauen

Mose bitten den Schöpfer der Welt seinem Volk seine Sünden zu vergeben. "Vergib ihnen doch ihre Sünde; wenn nicht, dann tilge mich aus deinem Buch, das du geschrieben hast." Dass sie nicht über mich sagen werden, dass ich nicht um die Gottes Gnade für sie gebeten habe"!

G-tt stimmt Mose zu und vergibt seinem Volk. Er weist jedoch darauf hin, dass ein Engel - und nicht Gottes Geist - sie nach Eretz/Land Israel führen wird.

Schliesslich verspricht der Schöpfer der Welt, dass er selbst die Menschen in das verheissene Land führen wird. Als Zeichen dieser Verheissung wird er Moses offenbart und ihm seine Herlichkeit/Würde zeigen, aber er macht deutlich: „Siehe, es ist ein Raum bei mir; da sollst du auf dem Fels stehen. 22 Wenn denn nun meine Herrlichkeit vorübergeht, will ich dich in der Felskluft lassen stehen und meine Hand ob dir halten, bis ich vorübergehe.  Und wenn ich meine Hand von dir tue, wirst du mir hintennach sehen; aber mein Angesicht kann man nicht“

Der Talmud (Traktat Brachot 7a) sagt uns, dass Moshe G-tt nicht "sehen" wollte - er wusste, dass dies unmöglich war. Moses wusste, dass Gott keinen Körper oder irgendeine Form hat und daher nicht mit menschlichen Augen gesehen werden kann. Stattdessen versuchte Moses, G-tts "Ehre/Gewichtung- Herrlichkeit " zu "sehen", damit er SEINEN Plan und SEINE Absicht verstehen konnte. Er wollte sehen was passiert wird in der Zukunft, und wie Gott seiner Versprechung in Taten erfühlt wird.

 

Rabbinner Shraga Simmons:

„Die Entscheidungen, die wir heute treffen, beeinflussen nicht nur einen selbst, sondern betrifft alle zukünftigen Generationen.

Der Chafez-Chaim: "Viele Male im Leben hören wir eine kleine Stimme in unserem Kopf, die sagt: "Stoppt den Götzendienst." Etwas wird uns herausfordern, aufzustehen und gezählt zu werden. In welchem Lager sind wir? Haben wir die Klarheit und Überzeugung, auf dem richtigen Weg zu bleiben? Denn wie wir reagieren, wird Auswirkungen nicht nur auf uns haben, sondern auch auf Generationen darüber hinaus"

 

Der Kampf ums Leben ist der Kampf um geistige Gesundheit.

Die Lehre des Goldenen Kalbs besteht darin, darüber nachzudenken, was wir tun. Was unschuldig beginnt, kann sich als tragisch herausstellen. Haben wir unsere wahren Prioritäten aus den Augen verloren? Werden wir von der Menge mitgerissen?

Wir müssen tief durchatmen und die Zeichen lesen, die uns jeden Moment zugesandt werden. Mit der richtigen Klarheit werden wir aufstehen und gezählt, wenn wir die Stimme hören“

 

Neue Gesetzestafeln. Bundesschluss und Bundespflichten

"Haue dir zwei steinerne Tafeln zu, wie die ersten waren, dass ich die Worte darauf schreibe, die auf den ersten Tafeln standen, welche du zerbrochen hast.", sagt G-tt zu Moshe und befiehlt ihm, zum dritten Mal wieder auf den Berg zu steigen, wo ER ihm offenbart wird und SEINE dreizehn Barmherzigkeit und Eigenschaften Namen vorgibt."

 

Gott schloss einen besonderen Bund mit ihm und befahl der Israeliten:

  • Nicht auf den Wegen der Bewohner Kanaans zu wandeln oder ihre Götzen anzubeten,
  • Passah als Feiertag zu feiern,
  • Den Erstgeborenen zu erlösen,
  • Den Sabbat zu feiern,
  • Wochenfest/Pfingsten zu feiern,
  • Drei Mal im Jahr nach Jerusalem zu pilgern,
  • Den Erstgeborenen zum Tempel zu bringen
  • Und keinen Steinbock In der Muttermilch zusammen kochen.

 

Gott sagte Mose; „Schreib dir diese Worte auf; denn aufgrund dieser Worte bin ich mit dir und mit Volk Israel in einen Bund eingegangen“.

 

Zum dritten Mal bleibt Moses vierzig Tage und vierzig Nächte auf dem Berg Sinai. Als er herabsteigt und die Tafeln hält, haben die Israeliten und Aaron Angst, sich ihm zu nähern, denn während seines Aufenthalts auf dem Berg Sinai erschien sein Gesicht. Er beruhigt sie und lehrt sie Gottes Namen zu nennen und bedeckt dann sein Gesicht.

Von diesem Tag an trägt Mose eine besonderen Maske auf seinem Gesicht, das er nur auszieht, wenn er zu Gott spricht und dem Volk das Wort Gottes überbringt.

 

Gottes Antwort enthält, was Mose - und wir, die wir es Tausende von Jahren später nennen – Recht zu Wissen dürfen.

Gottes Antwort: "Ich will vor deinem Angesicht all meine Güte vorübergehen lassen und will ausrufen den Namen des HERRN vor dir:“ Ich zeige dir alle meine Güte, aber kein Mensch kann es verstehen warum und in welsche Situation bin ich gnädig und wessen ich mich erbarme. Das bleibt versschlüsselt sogar dir/Mose.  Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.."

Sabbat shalom umvorach!

Gesengter Sabbat Frieden, Gesundheit und Liebe über alle!

Empohlen für alle die geistig etwas gegen der Corona zu stoppen, Psalm 91 jeden Tag lautlos zu lesen.

 

EINE RICHTUNG FINDEN /Rabbiner Nachman

Lieber Gott,
ich brauche Deine Führung.
Weise mir die Richtung im Leben,
denn die sinnlosen Verlockungen
dieser Welt
haben mich im Griff.

Gib, dass ich über
die groben Notwendigkeiten
meines täglichen Lebensunterhalts
hinaussehen kann.

Gib, dass ich tiefe Freude finde
an dem, was wirklich kostbar ist -
an der Schönheit meiner Beziehung
zu Dir, lieber Gott.
AMEN!

 

 

 

Haben Sie es genossen, schicken Sie die Parasha dieser Woche an Ihre Freunde und Bekannten weiter.

Tamara Güller

 

 

Werden Sie jetzt Mitglied

und profitieren Sie!