Parashat Ki-TAVO פָּרָשַׁת-כִּי-תָבוֹא

Parashat Ki-TAVO  פָּרָשַׁת-כִּי-תָבוֹא

Parashat Ki-TAVO פָּרָשַׁת-כִּי-תָבוֹא

Paraschat/Abschnitt „Ki-TAVO“ beginnt mit dem letzten Teil der Gebotsrede, die Moses vor seinem Tod gehalten hat. Dieser Leseabschnitt befasst sich mit zwei Landwirtschaftsgeboten, die vom Land Israel abhängt und welche man in der Rede/Gebet gehalten wurden. Nach der Beschreibung dieser Gebote wird der Bund zwischen Gott und dem Volk Israel erneuert.

Diese Parasha/Abschnitt wird immer zwei Sabbat vor Rosch Haschana gelesen, weil sie die Angelegenheit von Segen und Flüchen enthält und das Jahr nicht mit schlechten Dingen beenden soll.

 

Parashat/Abschnitt „Ki-Tze“ beginnt mit 5. Mose, Kapitel 26, Vers 1 und endet im Kapitel 29, Vers 8. 

 

Die Parascha beginnt mit den folgenden Sätzen:
1 Wenn du in das Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird, und es einnimmst und darin wohn.  2 So sollst du nehmen die Erstlinge aller Feldfrüchte, die du von deinem Lande einbringst, das der HERR, dein Gott, dir gibt, und sollst sie in einen Korb legen und hingehen an die Stätte, die der HERR, dein Gott, erwählen wird, dass sein Name daselbst wohne. 3 und sollst zu dem Priester kommen, der zu der Zeit sein wird, und zu ihm sagen: Ich bekenne heute dem HERRN, deinem Gott, dass ich gekommen bin in das Land, das der HERR, wie er unsern Vätern geschworen hat, uns geben wollte. 

 

Zu Beginn der Parasha hat Mose zwei Mizwot/Gebote präsentiert, die beide nur im Land Israel gelten:

Die ersten Früchte an der Cohen zu bringen und alle drei Jahren der Zehnte der Ernten an den Stamm Levi, Fremde, Waisen und die Witwen zu verteilen.

Die ersten Früchtegaben sind ein Symbol für das Ergebnis all dessen - das Wurzeln und Wachsen des Landes. Die Zeremonie bei der Gabe der ersten Früchte, liest/betet der Bringer einen festgelegten Text, der kurz die Geschichte Israel beschreibt: der Abstieg nach Ägypten, die Knechtschaft, die Rettung und das Exil von Gott aus Ägypten und die Überführung des israelischen Volkes nach Israel. Die Zeremonie endet mit dem Legen der ersten Früchte in den Tempel als Anerkennung aller guten Dinge.

Bei der Zehntelabgabe, soll all drei Jahren dem Zehntel der der Ernte an die Leviten, Waisen und Witwen gegeben werden.

 

Als die Rede mit den Gesetzen der Tora vollendet war, befahl Mose den Menschen, dass sie beim Betreten des Landes die Satzungen auf grosse Steine schreiben und einen Altar für Gott aufbauen.

Nachdem Moshe bei der vorigen Parasha/Abschnitt erklärt hat, wie und wo die Segnungen und Flüche stattfinden werden, beschreibt er in diesem Abschnitt detailliert wie der Segen- und Fluch Status auf dem Berg Grizim und dem Berg Ebal aufgehalten wird. Wer steht auf jeder Seite und welche Sätze der Flüche und Segnungen genau sie gesagt werden.

Die Parasha/Abschnitt endet damit, dass Mose die Ereignisse, die dem Volk widerfahren sind, zusammenfasst: die Hilfe des Herrn, die das Volk in jeder Phase erhält und die Verpflichtung des Volkes, die Gebote zu halten.

Dies sind die Worte des Bundes, den der HERR dem Mose geboten hat, mit Israel zu schließen im Lande Moab, neben dem Bund, den er mit ihnen geschlossen hatte am Horeb.

 

Lernen Fehler zuzugeben

Gott weiss, dass wir nicht perfekt sind. Er ist derjenige, der uns auf diese Weise erschaffen hat!
Er erwartet jedoch, dass wir Verantwortung für unser Handeln übernehmen und Fehler die wir machen eingestehen. Denn wenn wir dies nicht tun, gibt es keine Hoffnung, unsere Wege in der Zukunft festzulegen.

Diesen Abschnitt ist besonders wichtig, dass es genau in Mitten „Slichot/Vergebungsgebete gelesen wird, die man 40 Tagelang vor Jom Kipur/Versöhnungstag stattfindet. Die Zeit in der wir "vor dem Spiegel stehen" so dass wir die nicht so schmeichelhafte Realität sehen müssen und wer wir wirklich sind.

Psychologen der westlichen Welt behaupten, dass der Mensch in seinem Unterbewusstsein von seinen Instinkten beherrscht wird. Der Mensch muss diese Triebe ausüben, damit er nicht Irre wird, obwohl er sie verfeinern und regulieren sollte, das gemäss den Normen der Gesellschaft oder nach unserem persönlichen Gewissen. Aber wenn der Mensch sie verdrängt, wirkt sich das Negativ nur auf ihn aus.

Im Gegensatz der Thora besagt, dass die Seele/Nefesh handelt instinktiv und hat Triebe die sie leiten, während die Odem, die der Mensch empfangen hat, das wahre Selbst/Ich des Menschen besitzt. Das unvorstellbare wirkliche Ich, das über dem Bewusstsein ist und offensichtlich gut ist. Gott schuf es nach seinem Charakter/Ebenbilde und so wie Gott gut ist, ist auch die Odem gut, wenn sie in die Welt hinabsteigt.

 

Die Thora lehrt uns, dass derselbe Mensch, der die göttliche Seele/Odem in sich nicht entdeckt und sie verbirgt, spürt sein ganzes Leben ungeklärte Leere und deswegen seine Ergebnisse im Leben (in Beziehungen, in der Bildung und auf anderen Gebieten) keinen Erfolg bringen.

Das ist der Grund warum Angstzustände, Depressionen, innere Wut, Unsicherheit und dergleichen die Oberhand in seiner Seele übernehmen.

Und so ist es die Aufgabe jedes Menschen, was sich bereits in ihm befindet zu entdecken und was sich über dem Bewusstsein befindet daran zu erinnern.

Diese Entdeckung wird ihn Liebe, Geborgenheit, Glauben, Ruhe, Freude, Optimismus, Stärke, Wahrheit, Dankbarkeit, die im Alltag zum Ausdruck kommt bringen.

 

 

Das Gebot „Dienet dem HERRN mit Freude“ /Psalm 100/2
Die wöchentliche Parasha/Abschnitt „Ki-Tao“ befasst sich voll und ganz über den Eintritt ins Gelobte-Land. Der gemeinsame Nenner zwischen den wichtigsten Ereignissen und den daraus gezogenen Lehren ist die "Freude".

 In der Bibel wurde das Wort Freude über 250 Mal erwähnt und auch in dieser wöchentlichen Parasha wurde das Volk zwei Male gebeten glücklich zu sein.

„und sollst fröhlich sein über alles Gut, das der HERR, dein Gott, dir und deinem Hause gegeben hat, du und der Levit und der Fremdling, der bei dir lebt.“

und Dankopfer darbringen und dort essen und fröhlich sein vor dem HERRN, deinem Gott

 

Einer der wichtigsten Aspekte der geistlichen Arbeit im Judentum ist "Dienet dem HERRN mit Freude“

Und zu besonderen Zeiten gilt es, sich über das Normale hinaus zu freuen. Wie es geschrieben steht: „und du sollst fröhlich sein an deinem Fest, du und dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, der Levit, der Fremdling, die Waise und die Witwe, die in deiner Stadt sind.“

Die Thora schlägt auch vor, dass es mangels Freude an der Arbeit auch einen Anspruch und eine Bestrafung gibt, wie es heisst:
„weil du dem HERRN, deinem Gott, nicht gedient hast mit Freude und Lust deines Herzens, obwohl du Überfluss hattest an allem.“

 

Chazal/die Weisen fragen: Ein Mensch kann praktische Massnahmen ergreifen, aber wie kann er mit einer emotionalen Angelegenheit wie „Freude“ als Gebot erfühlen? Enttäuschungen und Qualen des Menschen während seines ganzen Lebens beschäftigen einem sehr. Wie befiehlt ihm die Tora dann, während vieler Stunden seines Lebens etwas zu tun, was nicht von ihm abhängig ist?

Chazal-Antwort:

Das Wort "in Freude/Shimcha" - das im Gebot vorkommt - besteht aus den gleichen Buchstaben des Wortes "Gedanke/Mcachshava", es kommt uns zu lehren, dass die Freude nicht davon abhängt was wir haben, sondern davon wie wir darüber nachdenken, was los ist. Mit anderen Worten: Wir sind Geboten durch richtiges Denken die Situation zu ändern. Den Gedanken die Ereignisse des Lebens beobachten und fallenlassen, die Situation im richtigen Licht anschauen. Auf diese Weise wird die Freude in unsere Herzen kommen und man kann glücklich werden.

Chazal erklären, dass durch drei Denkpfade man die Situationen ändern kann, welsche in schwierigen oder krisenhaften Zeiten und sogar in Zeiten völliger Dunkelheit aktiviert und beobachtet werden müssen.

1. Konzentration auf die Fülle des Guten, die bereits da ist.

2. Über das Gute nachzudenken, aus welcher in der Zukunft gutes kommt, was jetzt schlecht erscheint.

3. Verinnerlichung des Verständnisses, dass die gesamte materielle Welt mit ihrem Leiden nichts weiter als eine Illusion ist.

 

Das Selbstbewusstsein stärken

Hier durchläuft man einen sanften und präzisen Erziehungsprozess, der einem hilft, das Selbstbewusstsein zu stärken und den täglichen Blickwinkel auf einen viel höheren und spirituelleren Ort auszudehnen.  

Es geht nicht um die Freude eines Ereignisses oder irgendetwas, das vergehen könnte, sondern um die Freude, mit etwas Endlosem, Ewigem verbunden zu sein, das Teil einer grossen Mission, einer grossen Nation und einer grossen Geschichte ist.

 

Diese Gebot lehren die Chassidische Bewegung (Chabad) nicht nur ihren Kindern schon von klein auf, sondern praktizieren es in allen Bereichen des Lebens. Die chassidische Lehre hat sehr viel Lektüre darüber geschrieben. Ich empfehle jeder Person es von Chabad die Lehre zu lernen und anzueignen. 

 

 

Sabbat shalom umvorach!

Gottes Segen, Freude, Gesundheit und Erfolg ein bestand Teil unseres Leben sein! AMEN!

 

 

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