Parashat Ki-Tze פָּרָשַׁת-כִּי-תֵצֵא

Parashat Ki-Tze  פָּרָשַׁת-כִּי-תֵצֵא

Parashat Ki-Tze פָּרָשַׁת-כִּי-תֵצֵא

 

Im Paraschat „Ki-Tze“ setzt Moses seine Abschiedsrede vor seinem Tod an das Volk Israel fort.
 

Die Parascha „Ki-Tze“ enthält insgesamt 74 Gebote. Das ist die grösste Anzahl von Geboten in einer Parasha/Abschnitt aus allen fünf Büchern der Tora. Die Mizwot/Gebote, die in dem Parasha/Abschnitt auftauchen, befassen sich mit einem breiten Spektrum jüdischer Lebensgesetze: Kriegsgesetze, freier Handel, Ehegesetze etc., eine Vielzahl an Geboten und Verboten in verschiedenen Bereichen.

 

In 5te Buch Mose sind bereits einige erwähnte Gebote aus früheren Büchern. Es ist schwierig, die Rechtmässigkeit zu finden, nach der die Gesetze angeordnet sind, darüber haben sich schon viele Tora-Kommentatoren im Laufe der Jahre stark befasst.

 

 

Parashat/Abschnitt „Ki-Tze“ beginnt mit 5. Mose, Kapitel 21, Vers 10 und endet im Kapitel 25, Vers 19. 

 

Die Parascha beginnt mit den folgenden Sätzen:
10 Wenn du in einen Krieg ziehst gegen deine Feinde und der HERR, dein Gott, gibt sie dir in deine Hände, dass du Gefangene von ihnen wegführst, 11 und siehst unter den Gefangenen eine schöne Frau und gewinnst sie lieb, dass du sie zur Frau nimmst. 12  so führe sie in dein Haus und lass sie ihr Haar abscheren und ihre Nägel beschneiden. 13  und die Kleider ablegen, in denen sie gefangen genommen wurde, und lass sie in deinem Hause sein und einen Monat lang ihren Vater und ihre Mutter beweinen. Danach geh zu ihr und nimm sie zur Ehe und lass sie deine Frau sein. 14 Wenn du aber kein Gefallen mehr an ihr hast, so sollst du sie gehen lassen, wohin sie will; du sollst sie aber nicht um Geld verkaufen oder als Sklavin behandeln, weil du zu ihr eingegangen bist.

 

 

Unter anderem werden Sondergebote aufgeführt, die selten vorkommen sind, wie:

  • „Todesstrafe für ungeratene Söhne“
    (Die Tora Weisen sagen, dass es einen solchen extremen Fall nie gab)

     
  • Das „Vogelnestgebot“,
    welches verlang, dass wenn man ein Vogelnest mit Eier findet, soll man zuerst die Vogelmutter freilassen, bevor man ihre Eier nimmt.

     
  • Viele Gebote beschäftigen sich mit dem täglichen Leben, der Moral und der sozialen Ordnung.
    Zum Beispiel: Zurückbringen von verlorengegangenen Tieren, das Scheidungsgesetz etc.

     
  • Verpflichtung auf Menschen in einer sensiblen Situation ebenfalls sensibel zu reagieren – wie:
    Armen, Fremde, Waisen und Witwen.

     
  • Die Bedeutung der Gerechtigkeit wird ebenfalls erwähnt wie:
    Ein hungriger Mann, der entlang einem Weinberg geht, welcher nicht sein eigener ist, kann hineingehen und sich satt essen solange er sich im Weinberg befindet, aber er darf nichts in seinen Rucksack für die weiteren Weg mitnehmen.

     
  • Arbeitsrecht und wirtschaftliche Gerechtigkeit, Masse und Gewichte
     
  • Besondere Gebote und Reglungen für das Land Israel
  • Die Folge dieser Woche endet mit einer Erinnerung daran, was „Amalek“ an Bnei Israel angetan haben, als sie aus Ägypten auszogen und sich an ihrer Erinnerung zu Vernichten. Denn Gott schwor einen ewigen Krieg auf alle ihre Nachkommen gegen sie.

 

 

Das Kriegsgesetz

 

Unter arma enim silent leges“ so lautet das lateinische Sprichwort, was in deutscher Übersetzung etwa: „Denn unter den Waffen schweigen die Gesetze“.

Dieses Sprichwort drückt die Ansicht aus, dass Krieg kein Teil des zivilisierten menschlichen Lebens ist, das den Gesetzen der Ehrlichkeit und Moral unterliegt, sondern ein Ausbruch von Aggression und Überleben ist - und daher keiner Reihe von Gesetzen unterliegt.

Dass der Krieg lässt den Mensch nackt stehen von allen seiner menschlichen Moral und bringt ihn in seinen ursprünglichen, primitiven, vorkulturellen Zustand zurück.
 

Wenn das Sprichwort darauf abzielt, die trostlosen Realitäten darzustellen, die in den Kriegen der Menschheitsgeschichte vorherrschen, stimmt es leider. Wenn sie jedoch eine Weltanschauung zum Ausdruck bringen, die jeglichem Anspruch auf rechtliches und moralisches Verhalten während eines Krieges vorbeugt, sind sie verzerrt und stellen eine Gefahr für die Menschheit dar.

Das Sprichwort vergleicht der Mensch mit den Instinkten in der Tierwelt. Der Mensch der aus Ebenbild Gottes erschufen ist, soll nach diesen Sprichwort nicht einmal nach den Gesetz in der Tiere Reich handeln, da das Tier kämpft und tötet, nur wenn es bedroht ist, oder etwas zum Essen-Überleben braucht.

 

Die Thora stimmt dem lateinischen Sprichwort überein nicht zu.

Die Tora legt mehrere Gesetze für Israels Kriege fest, und diese Gesetze konzentrieren sich hauptsächlich in zwei Parashot/Einheiten: in der vorigen Woche „Shoftim“ und in dieser Parasha „ki-Teze“.

Der grundlegende Zweck des Krieges besteht darin, den Feind zu besiegen, und eine Reihe von Kriegsgesetzen soll dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen. Andererseits erfordert der Krieg aufgrund seiner Gefährlichkeit und seines potenziellen Charakters Einschränkungen und Zurückhaltung in verschiedenen Bereichen, und das Rechtssystem des Krieges ist darauf ausgelegt, diese Ziele zu erreichen.

 

Die Vision, die die Propheten Israels vorhersagen haben -
(Micha 4: 3): " Er wird unter vielen Völkern richten und mächtige Nationen zurechtweisen in fernen Landen. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spiesse zu Sicheln. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen." 

 

Diese Vision kann in einer Zeit, in der die Völker der Welt gegeneinander kämpfen und selbst Israel sich verteidigen muss, nicht als jetzige operative Richtlinie für Israel verwendet werden.

 

Derselbe Prophet Micha sagte auch an einer anderen Prophezeiung mehrere Verse voraus (4: 13):

Darum mache dich auf und drisch, du Tochter Zion! Denn ich will dir eiserne Hörner und eherne Hufe machen, und du sollst viele Völker zermalmen und ihr Gut dem HERRN weihen und ihre Habe dem Herrscher der ganzen Welt.“

 

Es gibt keinen Widerspruch zwischen diesen beiden Prophezeiungen von Micha und Jesaja da jede ihrer Zeit entspricht: "Es gibt Zeit für Krieg" - in der gegenwärtigen Realität - "und Zeit für Frieden" - in den letzten Tagen der Menschheit.

Das Kriegsgesetz im 5, Buch Mose gilt für die Zeit, auf die sich die Prophezeiung von Micha bezieht, auf Zeit der Krieg.

 

UNO/ engl. United Nations Organization

Erst vor einigen Jahren, nach dem endgültigen Scheitern des Völkerbundes mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, Hat die westliche Welt neue Wege zu einer internationalen Friedensordnung gesucht und die Uno gegründet.

Die Geschichte der Vereinten Nationen reicht zurück bis zur Ersten Haager Friedenskonferenz im Jahre 1899. Seitdem hat sich die internationale Organisation zu einer 193 Staaten umfassenden Verbindung zur Sicherung des Weltfriedens und zur Förderung der internationalen Zusammenarbeit entwickelt.

Die Organisation der Vereinten Nationen wurde 1945 als „allgemeine internationale Organisation zur Aufrechterhaltung des Friedens und der Sicherheit“ ins Leben gerufen. So formulierten die Regierungschefs der drei Großmächte der Antihitlerkoalition – CHURCHILL, ROOSEVELT und STALIN – die Zielsetzung der UNO auf der Krimkonferenz 1944.

Zielstellungen der UNO sind laut Charta vor allem die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit, die Förderung der internationalen Zusammenarbeit zur Lösung wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und humanitärer Probleme und die Sicherung der Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten aller Menschen ohne Unterschied der Rasse, des Geschlechts, der Sprache und der Religion.


Zur Realisierung der Ziele bedient sich die UNO unterschiedlicher Organe und Organisationen, u. a. des Weltsicherheitsrates und der UNESCO. Diese sind den Grundsätzen der UNO entsprechend tätig, z. B. entsprechend der Menschenrechtsdeklaration oder den Genfer Konventionen der Vereinten Nationen.

 

Der Krieg ist Hauptsächlich ein menschlich-kultureller Akt.
Ihr Charakter ändert sich in jeder Hinsicht, zusammen mit der Veränderung der menschlichen Kultur.

Die Kriegsmittel und ihre Methoden sind das Ergebnis der kulturellen Entwicklung, und selbst die dazugehörige politische Theorie und moralische Debatte ist das Ergebnis der Entwicklung der menschlichen Kultur.

 

Obwohl in der letzte Jahren ist den westliche Welt eine grosse Schritt vorwärts gekommen und unserer Politiker versuchen „Krieg und Frieden“ in alle ihre Bereiche mit Gründung der UNO zu regeln und aus der Theorie in Kraftumsetzen, bleibt es nur ein Versuch, der allein der Richtung stimmt.

Die verschiedenen Länder mit unterschiedliche Kulturen bringen es nicht fertig eine gemeinsame Verantwortung für die Menschheit und Planeten Erde zu übernehmen.

 

Wie in Frage Israel:

Traditionell unterstützten die Vereinten Nationen Israel, wenn sie Territorien aufgibt, aber kritisierten es jedoch für ihre militärischen Massnahmen.

In der Resolution der Generalversammlung vom November, die von den kommunistischen und arabischen Staaten unterstützt wurde und besagt, dass Zionismus eine Form von Rassismus ist, wurde ein beispielloser Einbruch in den Beziehungen zwischen Israel und den Vereinten Nationen erreicht. (Auflösung 3379).

Im Dezember 1991 hat sich die UN-Versammlung von diesem Beschluss erholt. Viele Resolutionen des UN-Sicherheitsrates befassen sich auch mit Israel und seinen Nachbarn (Resolution 181, Resolution 242, Resolution 338 und viele andere).

Trotz der häufigen Verurteilung des Sicherheitsrates durch Israel, dank der USA, wurden jedoch gemäss Kapitel 7 der UN-Charta keine Schritte dagegen unternommen, um die Anwendung von Sanktionen zuzulassen.

 

 

Die Uhr tickt noch!
Die Zeit für die Vision der Zukunft, welche die Propheten prophezeit haben, ist noch nicht ganz reif.

Das positive daran ist, dass mit Gottes Unterstützung wird die Menschheit mit Bestimmtheit diese wunderschöne Vision noch kennenlernt und Schritt um Schritt erreicht werden. Die Vision der Zukunft wird noch zur Wirklichkeit.

 

Sabbat shalom umvorach!

Gottes Segen, und ein friedliches Beisammensein mit der Familie, Freunden und der Welt! AMEN!

 

 

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