Parashat veZot haBracha פָּרָשַׁת-וְזֹאת הַבְּרָכָה

Parashat veZot haBracha  פָּרָשַׁת-וְזֹאת הַבְּרָכָה

Parashat veZot haBracha פָּרָשַׁת-וְזֹאת הַבְּרָכָה

Parashat/Abschnitt „veZot haBracha“ ist die letzte Lesung der Thora, obwohl der Abschnitt manchmal auf den Shabbat fällt, im Gegensatz zu allen anderen Thora-Abschnitten wird sie am Simchat Tora- /Feiertag der Tora gelesen. Am Sabbat darauf beginnt eine neue Lesungsrunde ab 1.Mose:1.

Der erste Teil der Parasha beinhaltete die Segnungen, in welcher Mose den Stämmen Israel vor seinem Tod zugeteilt hat.

Der zweite Teil der Parasha beschreibt, wie Mosche zum Berg Nebo aufstieg, über das ganze Land Israel ausschaut, starb und begraben wurde. Danach trauern die Israeliten um Mose und empfangen der Führung von Josua Ben Nun. Die Thora endet mit einer Beschreibung der Grösse und Einzigartigkeit Moses von allen anderen Propheten, die noch kommen werden.

Bei Simchat Thora Feier wird in den Synagogen die Lesung in der Synagoge in festlicher Stimmung gefeiert. Alle Tora Rollen werden raus genommen und im Kreis singend und tanzend gefeiert. Alle anwesenden werden hinauf eingeladen aus der Tora zu lesen, indem sie den ersten Teil der Parsha „Segnung“ widerholt mehrere Male liest.

 

Kommentatoren der Tora haben darüber diskutiert, wer den letzten Teil des letzten Kapitels von fünf Büchern Mose geschrieben hat. Die Meinungen teilen sich:

  1. Mose hat, wie das ganze Band der Tora, auf Ordnung von Gott auch den letzten Teil geschrieben.
     
  2. Josua vollendete die Thora, nachdem Mose gestorben war.
     
  3. Samuel hat es geschrieben und zwar nach der Liste, welche mündlich übertragen würde:
    Mose schreib die 5 Bücher Mose auf Gottes Ordnung
    Samuel vollendete nach der Überlieferung den letzten Teil sowie die Bücher: Josua, Richter und Samuel eins und zwei.
    Natan der Prophet schreib die Bücher Könige

     
  4. König David Teil von Psalm
     
  5. König Salomon schreib das Hohe Lied und Sprüche.
     
  6. Und alle andere Bücher schreiben diejenige Propheten nach dessen Name das Buch benannt ist.

 

 

 Parashat/Abschnitt „veZot haBracha“ beginnt mit 5. Mose, Kapitel 33, Vers 1 und endet mit dem Ende das Buches im Kapitel 34, Vers 12. 

 

Die Parascha beginnt mit dem folgenden Sätzen:

„1 Dies ist der Segen, mit dem Mose, der Mann Gottes, die Israeliten vor seinem Tode segnete. 2 Er sprach: Der HERR ist vom Sinai gekommen und ist ihnen aufgeleuchtet von Seïr her. Er ist erschienen vom Berge Paran her und ist gezogen nach Meribat-Kadesch; in seiner Rechten ist ein feuriges Gesetz für sie. 3 Ja, er liebt die Völker! Alle Heiligen sind in deiner Hand. Sie werden sich setzen zu deinen Füßen und werden lernen von deinen Worten. 4 Mose hat uns das Gesetz geboten, das Erbe der Gemeinde Jakobs. 5 Und der Herr ward König über Jeschurun, als sich versammelten die Häupter des Volks samt den Stämmen Israels.“

 

 

Mose segnet die Stämme Israels

Die meisten Kommentatoren sagen, dass die Segnungen hauptsächlich von der Natur der verschiedenen Stämme und ihr Handlungen bei der Besetzung des Landes Israel handeln. Der Segen wurde gemäss den militärischen Fähigkeiten der verschiedenen Stämme angesprochen.

 

Ruben:

„Ruben lebe und sterbe nicht; seine Mannschaft gewinne an Zahl!“

Raschi erklärt, dass dieser Segen auf zwei Befürchtungen zurückzuführen sei:

  • Der Stamm der Ruben nach seiner Sünde mit Bilha hat, Jakob ihn zurechtwies, anstatt ihn zu segnen, ihm sogar sein Erstgeburtsrecht verweigert hat.
  • Auch die Befürchtung, da Ruben sein Landanteil ausserhalb vom Land Israel steht, dass er nicht Teil des Volkes Israel bleiben würde.

Deshalb, erklärt Raschi, kam Moshes Segen, um diese Sorge zu beseitigen und sicherzustellen, dass der Stamm der Reuven ein Teil des Volkes Israel und "am Leben" blieb.

Rabbiner Hazkoni bietet eine militärischere Interpretation: Da sich der Stamm der Reuven freiwillig erbot, als erstes in den Krieg zu gehen, segnete Moshe sie, im Krieg nicht zu sterben.

Da es sich bei den Segnungen hauptsächlich um das Erbe handelt, sieht es aus, dass sie sie in der Reihenfolge der Erbschaften angeordnet werden. Die Segnungen werden im Stamm der Ruben geöffnet, nicht weil er der Älteste ist, sondern weil er sich als erster platziert hat beim Kampf um das Erbe Israel.

 

Juda

„Dies ist der Segen über Juda. Und er sprach: HERR, erhöre die Stimme Judas und bringe ihn zu seinem Volk; lass seine Macht gross werden und sei ihm Hilfe wider seine Feinde!“ 

Dieser Segen bezieht sich zweifellos auf den Krieg der Eroberung des Landes - denn Mosche weiss, dass die Mitglieder des Stammes Juda bestrebt sein werden, ihr Erbe zu erobern.

Den Segen für den Stamm Juda als erster Stamm, welcher sein Erbe erfolgreich eroberte. (siehe Josua 19-16 und Richter 1:1-16.)

 

Levi

„Und über Levi sprach er: Deine Lose »Licht und Recht« sollen bleiben bei deinem Getreuen, den du versucht hast zu Massa, für den du gestritten hast am Haderwasser. 9 der von seinem Vater und von seiner Mutter spricht: »Ich sehe ihn nicht«, und von seinem Bruder: »Ich kenne ihn nicht«, und von seinem Sohn: »Ich weiß nichts von ihm«. Die hüten dein Wort und bewahren deinen Bund; 10sie lehren Jakob deine Rechte und Israel dein Gesetz; sie bringen Räucherwerk vor dein Angesicht und Ganzopfer auf deinen Altar. 11 HERR, segne seine Macht und lass dir gefallen die Werke seiner Hände! Zerschlage den Rücken derer, die sich wider ihn auflehnen, und derer, die ihn hassen, dass sie nicht aufkommen!“

Der Segen des Stammes Levi bezieht sich hauptsächlich auf seine Rolle in der geistigen Führung des Volkes - die Tora zu lehren und im Tempel zu dienen. Aber selbst bei der Beschreibung dieser Rolle verwendet Moses den Ausdruck aus der Welt des Krieges: " segne seine Macht …die Werke seiner Hände ". Sowie die Einspielung in Vers 9 auf die Bereitschaft des Levi-Stammes, die Sünder in der Sünde des goldenen Kalbs zu töten, ist eine militärische Funktion für alle Meinungen der Kommentatoren.

Da der Stamm Levi nicht sein eigenes Erbe auf dem Land erhalten soll, sondern sich in verschiedenen Städten innerhalb der anderen Stammesgüter zerstreuen soll, ist klar, warum es in seinem Segen keinen Hinweis auf den Nachlass gibt.

Warum wird der Levi-Stamm - der kein Teil in Israel erhält gesegnet zwischen den Segen Juda und Benjamin Stämmen? Die Antwort ist, dass der Stamm Levi ein Erbe hat - "der Herr ist sein Erbe" (18: 2); der Stamm Levi soll im Tempel dienen, der zwischen den Erben Judas und Benjamins errichtet werden soll, und somit kommt sein Segen zwischen ihren Segnungen!

 

Benjamin

„Und über Benjamin sprach er: Der Geliebte des HERRN wird sicher wohnen; allezeit wird Er die Hand über ihm halten und wird zwischen seinen Höhen wohnen.“

Dieser Segen bezieht sich auf den einzigartigen Charakter des Benjamin Stammes, in dem der Tempel gebaut werden soll.

 

 

Josef (Ephraim und Manasse)

 „Und über Josef sprach er: Gesegnet vom HERRN ist sein Land mit dem Köstlichsten vom Himmel droben, dem Tau, und mit der Flut, die drunten liegt. 14 mit dem Köstlichsten, was die Sonne hervorbringt, und mit dem Köstlichsten, was die Monde erzeugen. 15 mit dem Besten uralter Berge und mit dem Köstlichsten der ewigen Hügel, 16 mit dem Köstlichsten der Erde und ihrer Fülle. Die Gnade dessen, der in dem Dornbusch wohnte, komme auf das Haupt Josefs, auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Brüdern.17 Sein erstgeborener Stier ist voll Herrlichkeit, und seine Hörner sind wie die Hörner wilder Stiere; mit ihnen wird er die Völker stoßen bis an die Enden der Erde. Das sind die Zehntausende Ephraims und die Tausende Manasses.“

Das Erbe der Yosef-Stämme wäre besonders reich und fruchtbar und wahrscheinlich müssten sie deshalb den Rest der Stämme Israel zu unterstützen - ähnlich wie Yosefs Rolle in Ägypten. Die letzten Verse beschreiben die militärische Macht der Joseph-Stämme und ihre Fähigkeit, andere Nationen anzugreifen.

 

Sebulon und Issachar

„Und über Sebulon sprach er: Sebulon, freue dich deiner Fahrten; und Issachar, freue dich deiner Zelte. 19 Sie werden die Stämme auf den Berg rufen und daselbst opfern rechte Opfer. Denn sie werden den Reichtum des Meeres gewinnen und die verborgenen Schätze im Sande.“

Der Anfang des Segens könnte auf militärische Macht hindeuten, während sich sein Ende auf die Natur des Landes konzentriert, das ein Ort mit einem zentralen Hafen ein Tor zur Welt ist.
(das Küstengebiet von Caesarea, Akko und Haifa).

Moshe hofft, dass eine Beziehung mit anderen Völkern mit der Zeit dazu führen kann, dass mehr Menschen den Gott Israels anerkennen - eines der wichtigsten Ziele bei der Wahl des Volkes Israel (siehe 5. Mose 4: 8; und in unserer Lektion für Noah und Abraham.  (1. Mose 12:1: Lech Lecha/gehe aus).

Das Erbe des Stamm Issachar hat auch das Potenzial, sich mit anderen Völkern zu verbinden, da es im Jesraeltal liegt (heute Stadt Afula) - auf der alten Strasse zwischen Ägypten und Mesopotamien.

 

Gad

„Und über Gad sprach er: Gelobt sei, der Gad Raum schafft! Gad liegt da wie ein Löwe und zerreißt Schenkel und Scheitel. 21 Und er ersah sich ein Erstlingserbe; denn daselbst war für ihn eines Anführers Teil. Und es versammelten sich die Häupter des Volks, und er vollstreckte die Gerechtigkeit des HERRN und seine Gerichte zusammen mit Israel.“

Gads Segen hängt auch mit der Art seines Nachlasses und des militärischen Charakter zusammen:
Das Ende des Segens ist schwierig und es bezieht sich wahrscheinlich auf den Ort, an dem Moses beerdigt wurde.

 

Dan

„Und über Dan sprach er: Dan ist ein junger Löwe, der hervorspringt aus Baschan.“

Auch hier wird auf die militärischen Fähigkeiten sowie den Erbstandort - in Bashan (der biblische Name der Golan Höhe, 5. Mose 3: 8) - im Gebiet Tel Dan und Kiryat Shmona von heute verwiesen.

 

Naftali

„Und über Naftali sprach er: Naftali hat viel Gnade und ist voll Segens des HERRN; gegen Westen und Süden hat er Besitz“

Dieser Segen bezieht sich auf das landwirtschaftliche Potenzial, das dem Land innewohnt und auf die Notwendigkeit, es zu erobern (der Naftali-Stamm befindet sich im oberen Galiläa im Gebiet von Safed und Mount Meron).

 

Asser

„Und über Asser sprach er: Asser ist gesegnet unter den Söhnen. Er sei der Liebling seiner Brüder und tauche seinen Fuß in Öl.“

 

HaRamban: Diese Verse beziehen sich auf den Charakter des Stammes Aser, der mit Olivenbäumen gesegnet ist (und daher Öl enthält), der sich an der Nordgrenze befindet und daher befestigt und in eisernen Schlössern eingeschlossen ist.

 

 

 

Schlusswort:

„Von Eisen und Erz sei der Riegel deiner Tore; dein Alter sei wie deine Jugend! 26 Es ist kein Gott wie der Gott Jeschuruns, der am Himmel daherfährt dir zur Hilfe und in seiner Hoheit auf den Wolken.

27 Zuflucht ist bei dem Gott, der von alters her ist, und unter seinen ewigen Armen. Er hat vor dir her deinen Feind vertrieben und geboten: Vertilge! 28 Israel wohnt sicher, der Brunnquell Jakobs unbehelligt in dem Lande, da Korn und Wein ist, dessen Himmel von Tau trieft.29 Wohl dir, Israel! Wer ist dir gleich? Du Volk, das sein Heil empfängt durch den HERRN, der deiner Hilfe Schild und das Schwert deines Sieges ist! Deine Feinde werden dir schmeicheln, und du wirst auf ihren Höhen einherschreiten.“

 

Der Segen wird mit vier Versen (B-5) eröffnet, gefolgt von vier letzten Versen. Die ersten Verse beschreiben den Status des Berges Sinai und die Rolle von Moses als Vermittler bei der Übergabe der Tora an das Volk Israel, während die letzten Verse - Gottes Schutz Israels und seine Hilfe gegen den Feind - beschreiben.

Diese Verse bilden einen geeigneten Rahmen für die Rede, da sie im Wesentlichen des Buches 5. Mose (und in gewissem Mass die gesamte Tora) widerspiegeln: Gott hat Israel ausgewählt, um ihn in der Welt zu vertreten und zu diesem Zweck würde er ihnen das Land geben, in dem sie gemäss der Tora leben sollen. Am Ende seiner Tage gratuliert Mose Israel, dass Gott ihnen helfen wird, das Land zu erobern, um ihre Mission zu erfüllen.

 

 

Chag Tora Sameach!

Das Lesen der Thora jeden Samstag für ein ganzes Jahr ist vollständig und vollendet. .

Chazak Chazak veNitchazek! Stark und unverzagt sein und gestärkt werden!

 

 

 

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