Was ist das Judentum?

Das Judentum ist eine Religion, eine Volksgemeinschaft, eine Kultur, eine Ansammlung von Lebensweisen und ein gemeinsames Schicksal. Erfahren Sie mehr

Was ist das Judentum?

Was ist das Judentum?

Das Judentum ist eine Religion, eine Volksgemeinschaft, eine Kultur, eine Ansammlung von Lebensweisen und ein gemeinsames Schicksal. Erfahren Sie mehr

Das jüdische Volk und sein Judentum

Über verschiedene Definitionen und demographische Entwicklungen

Das Judentum ist eine Religion, eine Volksgemeinschaft, eine Kultur, eine Ansammlung von Lebensweisen und ein gemeinsames Schicksal. Soziologen, Philosophen und Rabbiner  sind sich uneins und verwenden verschiedene Definitionen, doch eines ist klar: das Judentum ist die älteste monotheistische Religion und allen Vernichtungsversuchen und Assimilationszwängen zum Trotz ist existiert und blüht das jüdische Volk bereits seit über 3000 Jahren. Es gibt jüdische Musik wie Klezmer oder Mizrahit, es gibt jüdische Sprachen wie Hebräisch, Jiddisch und Ladino und es gibt einen jüdischen Staat. Aber was ist der Kern des Judentums?

Die fünf Bücher Mose als Grundlage

Die Grundlage des Judentums ist die Tora, die fünf Bücher Mose, und die mündliche Überlieferung – also rabbinische Schriften die zum Teil bereits 2000 Jahre alt sind. Bis vor rund hundert Jahren haben sich die meisten Juden auf der ganzen Welt mehr oder weniger streng an die 613 Gebote und Verbote gehalten. Aufgrund von verschiedenen gesellschaftlichen, politischen, geografischen und ökonomischen Veränderungen hat im letzten Jahrhundert jedoch eine Assimilationswelle eingesetzt. Einerseits zogen die meisten Juden in die westliche Welt – von muslimischen Ländern und von Osteuropa nach Israel und in die USA – und andererseits haben die meisten von ihnen einen westlichen Lebensstil angenommen. Das genaue Halten der Gebote ist also in vielen Fällen in den Hintergrund getreten und an deren Stelle kamen die persönliche Entfaltung, Individualisierung und eine ablehnende Haltung gegenüber allem, was die „persönliche Freiheit“ einschränkt.

Die wachsende Orthodoxie als Gegentrend zur Assimilation

Viele Juden reichen ihre Religion in einer liberalen Form an die Nachkommen weiter, andere assimilieren sich vollständig und geben ihr reiches Erbe gänzlich auf. Dies führt in vielen Regionen – die grosse Ausnahme ist Israel – zu einem Abnehmen der nicht-religiösen jüdischen Bevölkerung. Was dagegen wächst, ist die Orthodoxie. Treue zu den Tora-Geboten, Heiraten innerhalb der Gemeinschaft und ein grosses Kinderreichtum charakterisieren diese Gemeinden. In Israel kann eine relative klare Trennung zwischen den zwei Hauptströmungen der jüdischen Orthodoxie gemacht werden. Einerseits gibt es die national-religiöse Strömung. Hierbei handelt es sich um Tora-treue Juden, die zionistisch eingestellt sind und den Staat Israel unterstützen. Für sie ist die Verbindung zu Erez Israel – dem Land Israel – von herausragender Bedeutung. Andererseits gibt es die Ultraorthodoxie, also charedische Juden, die sich duch schwarze Kippot (Kopfbedeckung) und in vielen Fällen durch schwarz-weisse Kleidung auszeichnen. Die grosse Mehrheit von Ihnen steht der Idee des Zionismus kritisch gegenüber. In beiden Hauptrichtungen der Orthodoxie existieren viele Schattierungen und Formen.

Erneutes Bevölkerungswachstum nach dem Holocaust

Wie das Jewish People Policy Institute (JPPI) kürzlich bekannt gab, gibt es 2015 rund 16 Millionen Juden auf der Welt. Damit ist zahlenmässig schon fast die gleiche jüdische Weltbevölkerung wie vor dem Holocaust erreicht. Die grössten Gemeinschaften gibt es in Israel, den USA, Frankreich, Kanada und Grossbritannien. Eine der Gründe, warum das Judentum nicht mehr Mitglieder hat, ist, dass keine Missionsarbeit betrieben wird. Aus jüdischer Sicht müssen Nichtjuden lediglich die sieben Gebote Noah’s einhalten. Lesen Sie hier mehr zu diesem Thema.  

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