Für acht Tage sollt ihr in der Sukka weilen

Eine kurze Erläuterung zum Laubhüttenfest – Sukkot

Für acht Tage sollt ihr in der Sukka weilen

Für acht Tage sollt ihr in der Sukka weilen

Eine kurze Erläuterung zum Laubhüttenfest – Sukkot

Für acht Tage sollt ihr in der Sukka weilen

Eine kurze Erläuterung zum Laubhüttenfest – Sukkot

Die Blätter verfärben sich, die Temperaturen sinken langsam und die Tage werden kürzer – der Herbst zeigt sich mit all seinen Facetten. Im jüdischen Kalender stehen die Monate September und Oktober vor allem für eines - für eine ganze Reihe von vielfältigen und in ihrer Bedeutung und Festlichkeit ganz unterschiedlichen Feiertagen.

Auf Rosh Hashana, den Neujahrstag, und Yom Kippur, den Versöhnugstag, folgt Sukkot, das Laubhüttenfest, das volle sieben Tage dauert. Eines der Hauptmerkmale davon ist der Bau von Laubhütten, in denen gegessen, gelernt und sogar geschlafen wird. Seit Jahrtausenden werden die provisorischen Strukturen von Jahr zu Jahr in allen jüdischen Gemeinden aufgebaut, um des Auszugs aus Ägypten zu gedenken. Die Sukka ist eine provisorisch konstruierte Hütte, die mit Palmwedeln oder Baumästen bedeckt wird. Sie wird im Garten oder auf dem Balkon, in Israel zum Teil auch auf dem Trottoir aufgestellt.

Eine Sukka in Israel

Verzicht auf Komfort

Die Sukka steht nicht nur als Erinnerung daran, dass das jüdische Volk beim Auszug aus Ägypten 40 Jahre lang in solchen Hütten gelebt hat, sondern auch dafür, dass die „wundervollen Wolken der Herrlichkeit“ das Volk beim Auszug aus Ägypten vor den Gefahren der Wüste geschützt haben.  

Da Sukkot im Herbst stattfindet, ist der Aufenthalt in der Sukka teilweise mit Strapazen und Unbequemlichkeiten verbunden. Während es in Europa in dieser Jahreszeit häufig regnet, ist man in Israel Temperaturen von weit über 30 Grad ausgesetzt. Diese möglichen Unannehmlichkeiten wurden zwar in den letzten Jahren durch Technologie etwas gemindert (in Israel summen in vielen Sukkas Ventilatoren oder sogar Klimaanlagen), doch eine Hütte bietet nie den Komfort des gemütlichen Wohnzimmers. Doch genau darum sitzt man in der Sukka – das Fest soll einem nämlich vor Augen führen, dass G’tt über allem steht und dass das schützende Haus nicht als Selbstverständlichkeit erachtet werden soll.

Die vier Arten

Doch die Sukka ist nicht das einzige Wahrzeichen dieses Festes. Neben einer veränderten Gebetsliturgie sind vor allem die vier Arten – auf Hebräisch „Arba Minim“ von Bedeutung: eine Zitrone (Etrog), ein Palmzweig (Lulav), drei Myrthenzweige (Hadassim) und zwei Weidenzweige (Aravot). Jeder dieser vier Arten hat eine besondere symbolische Bedeutung. Der Etrog schmeckt und riecht gut und steht für die Juden, die sowohl Wissen übers Judentum haben als auch gute Taten vollbringen. Der Lulaw stammt von einer Palme, die Früchte trägt. Diese Früchte schmecken zwar gut, aber sie haben überhaupt keinen Geruch. Der Lulaw steht deshalb für jene Juden, die  zwar ein breites jüdisches Wissen haben, aber wenige gute Taten vollbringen. Die Myrthenzweige duften, sind aber geschmacklos. Sie verkörpern jene Juden, die viele gute Tagen vollbringen, aber was die jüdische Religion anbelangt unwissend sind. Zuletzt stehen die Weidenzweige, die stellvertretend für alle Jene stehen, die weder gute Taten vollbringen, noch jüdisches Wissen haben.

Ein Etrog

Das Gebot der vier Arten ist, sie zusammen zu halten und nach allen Seiten zu schütteln, um damit zu verkünden, dass G’tt in allen Himmelsrichtungen präsent ist.

Das Schütteln der vier Arten

Werden Sie jetzt Mitglied

und profitieren Sie!